präsentiert von
Suchen Fill-1
Menü
DFB-Pokal 2. Runde
Vonovia Ruhrstadion, Bochum
  • 36' Alphonso Davies (ET)
VfL Bochum 1848
1 : 2
(1:0)
FC Bayern München
  • 83' Serge Gnabry
  • 89' Thomas Müller
  • 36' Alphonso Davies (ET)
  • 83' Serge Gnabry
  • 89' Thomas Müller
„Müssen hart arbeiten für die nächste Runde“

Bayern auf Mission Pokal-Achtelfinale beim VfL Bochum

Increase font size Schriftgröße

Der Rekordpokalsieger tritt mit einer Rekordserie beim Zweitligisten an: Die Vorzeichen könnten vor dem Zweitrundenspiel des FC Bayern im DFB-Pokal beim VfL Bochum am Dienstagabend (ab 20:00 im kostenfreien Webradio und Liveticker auf fcbayern.com) nicht deutlicher zugunsten der Münchner ausfallen: Schließlich kamen sie in ihren jüngsten 31 Gastspielen in diesem Wettbewerb stets eine Runde weiter und stellten damit eine so noch nie dagewesene Serie auf.

Trotz der Favoritenrolle wissen die Bayern, dass sie in Bochum auf der Hut sein müssen: „Es ist so, dass diese Mannschaften einem vieles abverlangen, man viel kämpfen muss und es auch nicht einfach ist“, mahnte Kapitän Manuel Neuer in der Partie beim vermeintlichen Underdog zur Vorsicht. „Pokalspiele sind immer gefährlich“, war sich auch Niko Kovač vor der Abreise in den Ruhrpott sicher.

Die Ausgangslage

Mitte August zogen die Bayern durch ein 3:1 (1:0) beim Regionalligisten Energie Cottbus souverän in die zweite Runde ein – und die soll wie in den vergangenen Jahren auch nur Durchgangsstation sein. Nach einem Durchhänger in der Bundesliga ist das Team von Niko Kovač dank zweier Erfolge zuletzt in Piräus (3:2) und gegen Union (2:1) wieder auf Kurs und will die noch kleine Siegesserie nun in Bochum weiter ausbauen.

Der Gegner

Durch einen knappen 3:2-Erfolg beim Fünftligisten KSV Baunatal löste der VfL Bochum das Ticket für die zweite Pokalrunde. Mann des Tages war Stürmer Silvère Ganvoula, der alle drei Treffer erzielte. In der Liga hingegen läuft es für Bochum in der laufenden Saison alles andere als zufriedenstellend. Nach lediglich zwei Punkten aus den ersten fünf Spielen wurde Trainer Robin Dutt Anfang September durch den langjährigen VfL-Profi Thomas Reis abgelöst. Nach elf Spieltagen hat der Ruhr-Klub erst einen Sieg vorzuweisen (3:2 in Heidenheim am 9. Spieltag) und steckt als Sechzehnter im Keller der Tabelle fest. „Bochum hängt unten drin in der 2. Liga, die haben in dem Spiel mal gar nichts zu verlieren“, warnte Thomas Müller und forderte, man müsse trotz der Ausgangslage „scharf“ in die Partie gehen.

Das Personal

Zusätzlich zu den länger verletzten Niklas Süle (Kreuzbandriss), Fiete Arp (Kahnbeinbruch) sowie Lucas Hernández (Knöchel-OP) muss Kovač in Bochum auch auf Javi Martínez verzichten, für den die Partie nach Oberschenkelproblemen noch zu früh kommt. „Javi ist noch nicht so weit, dass wir auf ihn zählen können. Das geht eher in Richtung Wochenende“, erklärte der 48-jährige Fußballlehrer. Ansonsten seien alle Spieler bereit, so Kovač. Zur Sicherheit wird der Trainer aber auch ein paar Spieler der FC Bayern Amateure auf die Reise nach Bochum mitnehmen.

Das sagen die Trainer

Niko Kovač: „Es ist immer so, dass es gefährlich werden kann. Aber es liegt an uns. Wenn man sich dem Tempo, dem Rhythmus des Gegners anpasst, wird es schwierig. Wenn man das eigene Tempo forciert, gerade gegen unterklassige Mannschaften, dann ist unsere Qualität zu groß. Ich warne, wie vor jedem Pokal-Spiel, davor, sich zurückzulehnen und zu denken, das geht von alleine. Wir werden hart arbeiten müssen, um in die nächste Runde zu kommen.“

Thomas Reis: „Wir haben Bock auf das Spiel. Wenn man die Möglichkeit hat, gegen eine der Top-Mannschaften Europas zu spielen, dann muss jeder brennen. Es wird ein Spiel, in dem wir verteidigen müssen. So lange eine minimale Chance besteht, werden wir daran glauben und alles dafür tun. Wir wollen die Bayern so lange wie möglich ärgern und unsere Chance als ‚David‘ suchen.“

Top-Fact zum Spiel

Finalgarantie! Fünf Mal trafen der FC Bayern und der VfL Bochum bisher im DFB-Pokal aufeinander, jedesmal erreichte der Sieger dieses Duells später auch das Endspiel. Die Münchner setzten sich dabei vier Mal gegen den VfL durch und gewannen letztlich drei Mal den Titel (1982, 1986 und 2016). Lediglich in der Saison 2011/2012 ging das Finale verloren. Die Bochumer hingegen verloren 1968 nach dem Halbfinal-Erfolg gegen die Bayern das anschließende Endspiel gegen den 1. FC Köln.