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Exponat der Woche

Willibald Hahn leitet Bayerns einzigartige Pokal-Geschichte ein

Auf eine lange Ära als Trainer beim FC Bayern konnte Willibald Hahn nicht zurückblicken. Der Österreicher prägte aber sicherlich eine, die auf ewig in Erinnerung bleiben wird. Denn Hahn gab den Startschuss für eine Titelserie, die landesweit Seinesgleichen sucht.

Unter seiner Leitung schaffte es die Oberliga-Mannschaft der Bayern im Jahr 1957 erstmals, in ein DFB-Pokalfinale einzuziehen. Der zweite große Titel, auf den der heutige Rekordpokalsieger seit der Meisterschaft 1932 exakt 25 Jahre gewartet hatte, wurde im Augsburger Rosenaustadion errungen. Rudi Jobst war im heute noch existenten Stadion in Schwaben der Siegtorschütze beim 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf – und versetzte die zahlreich mitgereisten Münchner Fans in Feierstimmung. Als erstes Bayern-Team brachte die Elf von Hahn die große Trophäe nach Hause, die heute – wie die 14 weiteren, die bisher folgen sollten – in der FC Bayern Erlebniswelt zu bestaunen ist.

Pokalsieger Hahn wäre am Donnerstag 105 Jahre alt geworden

Willibald Hahn († 31. Mai 1999) wäre am 31. Januar 105 Jahre alte geworden. Zum Ehrentag gebürt dem Initialzünder der erfolgreichen Pokalgeschichte unser „Exponat der Woche“. Denn natürlich wird der erste Pokalerfolg in Deutschlands größtem Vereinsmuseum nicht nur einmal thematisiert. Neben einem Replikat des Tschammer-Pokals, der in der Nische zum Zeitraum 1933 bis 1965 in einer Vitrine thront, faszinieren die Besucher hochkarätige Exponate aus den fünfziger Jahren. So sind unter anderem die original Eintrittskarte vom Augsburger Finale gegen Düsseldorf und der original DFB-Siegerwimpel ausgestellt, den Kapitän Hans Bauer nach dem 1:0 in Empfang nehmen durfte.

Ein besonderes Highlight der Ausstellung im Zusammenhang mit dem ersten Pokalsieg des FC Bayern ist auch der silberne Siegelring von Leo Nunberger, der damals dem Pokalsiegerkader des FC Bayern angehörte. Alle Spieler erhielten 1957 als Anerkennung und Erinnerung diesen wertvollen Ring vom Verein - denn sie hatten Großes geleistet. Auch Hahn, während seiner Trainerkarrier übrigens auch Trainer der Nationalmannschaften von Norwegen und der Schweiz, trug seinen Ring stets in Ehren.

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