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Exponat der Woche

Hoeneß' Pomperl-Mütze

Uli Hoeneß ist ein Mann, der seine Versprechen hält, das ist in Bayern-Kreisen bekannt. Als Spieler, als Manager und als Präsident verkörperte er den deutschen Rekordmeister wie kaum ein anderer. Er lebt für den Verein – und für die Fans. Das wissen seit knapp zehn Jahren die Pomperlbuam besonders gut.

Traditionell stehen um Weihnachten Fanclub-Besuche an. In dieser Saison werden die Fanclubs wegen der Klub-WM in Marokko wohl erst im Januar hohen Besuch erhalten. Im Jahr 2004 war es rund um den ersten Advent so weit. Hoeneß reiste ins niederbayrische Bad Griesbach, um beim ortsansässigen Fanclub ein paar gesellige Stunden zu verbringen. Es war ein netter Besuch, alle hatten Spaß. Und es kam zu einem Tauschgeschäft: Hoeneß brachte den Pomperlbuam als Gastgeschenk 300 Freikarten für das letzte Champions-League-Gruppenspiel gegen Anderlecht mit – im Gegenzug erhielt er eine Mütze. Eine rot-weiß gestreifte Mütze, mit „Pomperl“ – passend zur kalten Jahreszeit unser Exponat der Woche.

Hoeneß war zunächst etwas skeptisch, na klar, die Mütze passte nicht unbedingt zu dem herkömmlichen Aufzug eines Fußball-Managers. Aber er ließ sich auf ein Geschäft ein: Sollten die Bayern – angefeuert von 300 Pomperlbuam – gegen den RSC Anderlecht gewinnen und ins Achtelfinale der Königsklasse einziehen, würde Hoeneß im darauffolgenden Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart 90 Minuten lang mit seiner neuen Kopfbedeckung auf der Bank sitzen. Es kam, wie es kommen musste: Das Griesbacher Maskottchen half – und Hoeneß hielt Wort.

Der zwölfte Mann ist Hoeneß wichtig

In jedem Interview erzählte Hoeneß nach dem 1:0-Heimsieg gegen Stuttgart, woher er diese Mütze hatte. Er sah nicht unbedingt vorteilhaft damit aus, aber das war ihm herzlich egal. Die Mütze war ein Zeichen dafür, wie wichtig er die Fans, den zwölften Mann des Vereins nimmt. Und das war ihm ein Anliegen.

Die Mütze, die heute im Fanbereich der FC Bayern Erlebniswelt zu sehen ist, hat den Pomperlbuam übrigens ihren Namen gegeben. Mit einem Dutzend solcher Hauben waren Fanclub-Präsident Manfred Wagner und dessen Freunde 1986 zu einem Auswärtsspiel der Bayern nach Dortmund gereist. Bis dahin waren sie noch nicht in einem Fanclub organisiert, kurze Zeit später aber gründeten sie die Pomperlbuam. Bekannt waren sie ja schon: 15 Sekunden lang wurden die Rottaler Schlachtenbummler mit den rot-weiß-gestreiften Mützen sogar im „Aktuellen Sportstudio“ eingeblendet. Kreativität wird eben belohnt…

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