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Exponat der Woche: Moskaus Ehrengabe

Green erinnert sich an seinen großen Moment

Allein die Reise nach Moskau Ende November war für Julian Green schon ein Erlebnis. Weil Mario Mandzukic wegen einer Wadenverletzung in München bleiben musste, durfte der 18-Jährige mit in den Flieger zum Champions-League-Gruppenspiel steigen – und das war noch nicht genug. Zwei Minuten vor Schluss wurde der Youngster gegen ZSKA Moskau sogar eingewechselt. Seine ersten Minuten auf der ganz großen Fußballbühne wird er nie vergessen.

„Das war natürlich ein Traum, ein Kindheitstraum“, sagte Green, als er sich in der FC Bayern Erlebniswelt an den nasskalten Tag in Russland erinnerte. Fröstelnd stand er an der Außenlinie, nachdem Pep Guardiola ihn zu sich gewunken hatte. Vorbereitet auf den großen Einsatz hatte er sich nicht richtig. „Das war alles sehr spontan. Ich habe mich aufgewärmt, dann hat er mich hergerufen  - und dann ging es auch schon los“, sagt er. Mit einem beherzten Sprint lief Green aufs Feld, als er Mario Götze abgeklatscht hatte. Der übrigens sagte hinterher: „Mit 18 habe ich noch nicht in der Champions League gespielt.“

Green ist stolz, wenn er an den Tag in Moskau denkt, das merkt man. Die Ehrengabe, die die Russen den Bayern mit nach München gaben, hält er in seinen Händen wie eine Trophäe. Sie ist das erste Stück in der Geschichte des FC Bayern München, an dem Green selbst beteiligt war. Nach seinem Besuch vergangene Woche ist die goldene Statue daher nun unser Exponat der Woche.

Green ist nun Teil der FC Bayern Erlebniswelt

„Ich bin nun Teil der Erlebniswelt, das ehrt mich sehr“, sagt er fast noch ein bisschen ungläubig, als er sich in Deutschlands größtem Vereinsmuseum umsieht. Geht sein Weg so weiter wie bisher, wird der Deutsch-Amerikaner in der Zukunft an allen großen Titeln der Bayern beteiligt sein. „Julian hat die Tore in der Nase“, sagte Guardiola vor wenigen Tagen im Trainingslager in Doha. Das bestätigt auch die Bilanz: In der Regionalliga traf Green in 18 Spielen 15 Mal. Ein richtiger Knipser ist er.

In Doha, seinem zweiten Trainingslager mit den Profis, sah man das Tag für Tag. In jedem Training hatte Green starke Momente, erzielte zudem in beiden Testspielen einen Treffer. „Ein guter Junge, sehr arbeitswillig, technisch gut, ich mag ihn“, sagt Thomas Müller über den unbekümmerten Neuling.

Übrigens: In der Bundesliga ist Green bisher noch nicht aufgelaufen. Er sucht sich lieber die großen Spiele aus. Oder? „Naja“, sagt er lachend: „Ich freue mich auch auf meinen ersten Einsatz in einem Liga-Spiel.“

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