unterstützt durch
Menü
Exponat der Woche

Das kleine Emirates Stadion

London ist ein gutes Pflaster für den FC Bayern München, das weiß man spätestens seit dem 25. Mai 2013. In Wembley gewann der deutsche Rekordmeister damals den Titel, dessen Basis er im rund 20 Kilometer entfernten Emirates Stadion gelegt hatte. Genau am 19. Februar 2013 siegten die Bayern dort mit 3:1 gegen den FC Arsenal – und zogen sicher ins Halbfinale ein? Naja… im Rückspiel wurde es noch einmal spannend.

Es ist schon kurios, dass die Auslosung in der Runde der besten 16 Teams Europas Arsenal und Bayern wieder zusammengebracht hat. Und das noch dazu auf den Tag genau ein Jahr nach dem Hinspiel der Triple-Saison 2013 (auch am 19. Februar, damals ein Dienstag). Es hat aber auch sicher seine Vorteile: Man ist gewarnt, wie stark die Mannschaft von Arsene Wenger sein kann. Auf dem Weg zum ersten Champions-League-Titel seit 2001 war sie – im Nachhinein betrachtet – der härteste Brocken.

An das Hinspiel im Emirates Stadion hat man gute Erinnerungen. Genau deshalb ist die Ehrengabe dieses Spiels, eine Nachbildung des rund 60.000 Zuschauer fassenden Stadions im Londoner Ortsteil Ashburton Grove, unser Exponat der Woche. In der Schatzkammer der FC Bayern Erlebniswelt erinnert das silber schimmernde Stadion in Miniaturansicht an einen Abend, an denen die Bayern ihre Favoritenrolle auf den Titel untermauerten. Von einem „überragenden Spiel bei einer europäischen Topmannschaft“ sprach etwa Toni Kroos, der wie Thomas Müller und Mario Mandzukic mit einem Treffer zum souveränen 3:1 beigetragen hatte. Arsenals Team um die deutschen Nationalspieler Lukas Podolski und Per Mertesacker hatte nicht den Hauch einer Chance.

Nach Arsenal sah es aus wie ein Spaziergang

Im Rückspiel aber, knapp einen Monat später, machten die Londoner es viel besser. Kapitän Philipp Lahm hatte seinem Team mit auf dem Weg gegeben, den Gästen in der Allianz Arena zu zeigen, „dass hier nichts zu holen ist“. Aber es kam anders: Die Engländer gingen bereits nach drei Minuten durch Olivier Giroud in Führung, Laurent Koscielny traf in der 86. Minute zum 2:0. Es folgte eine hektische Schlussphase, die Bayern kamen ins Schwimmen. Aber es reichte, trotz des ersten von bis dato 37 Saisonspielen, in dem der FC Bayern ohne Torerfolg geblieben war.

Ab dann sah es von außen betrachtet tatsächlich wie ein Spaziergang zurück nach London aus: Juventus Turin wurde zweimal mit 2:0 besiegt, Barcelona insgesamt mit 7:0 abgefertigt. Was im Finale folgte, ist jedem bekannt. Und so soll das Exponat der Woche gewissermaßen ein Glücksbringer, aber auch eine kleine Warnung sein. Auf dem neuen Weg. Dem, der hoffentlich (über das Emirates Stadion) nach Lissabon führt.

Weitere Inhalte