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Exponat der Woche

Mehr als 300.000 Mal gedruckt

Es ist schon immer wieder faszinierend, was dem Team der FC Bayern Erlebniswelt Woche für Woche geschickt wird. Ein paar Klassiker sind dabei, Eintrittskarten, Trikots, historische Bilder. Aber es gibt auch immer wieder Exponate, mit denen wirklich überhaupt niemand gerechnet hat. In der vergangenen Woche etwa erreichte der Jahreskartendrucker aus der Säbener Straße das Erlebniswelt-Archiv im Herzen der Allianz Arena. Wenn das mal kein zeithistorisches Gerät ist  - und unser Exponat der Woche.

„Für uns ist das wirklich eine interessante Zusendung, denn wer weiß denn schon, wie man in zehn oder zwanzig Jahren ins Stadion geht. Vielleicht schon ohne Eintrittskarte“, sagt Fabian Raabe vom Erlebniswelt-Team. Nicht nur Exponate, die das Hier und Jetzt betreffen, sind für das Vereinsmuseum interessant, sondern auch Dinge, die erst in ein paar Jahren richtigen Sammlerwert haben können. Der Drucker, der seit der Eröffnung der Allianz Arena im Jahr 2005 im Einsatz war, gehört definitiv dazu. Er landete nun erst mal im Archiv, wird den Weg in die Ausstellung aber bestimmt zur gegebenen Zeit finden.

Mehr als acht Jahre lang stand das Gerät nun an der Säbener Straße – und hatte Einiges zu tun. 38.000 Jahreskarten werden pro Saison derzeit für die Heimspiele des FC Bayern in der Allianz Arena vor dem Start in jede neue Spielzeit verschickt. Der Ablauf in der Ticket-Abteilung: In einen der vier Schächte werden bis zu 500 Blanko-Karten aus Plastik eingelegt, die dann auf einem Farbband mit schwarzer Tinte bedruckt werden. Die individuellen Daten jedes Dauerkarten-Inhabers, also unter anderem Name, Rang und Platz, werden von einem Rechner aus an den Drucker gesteuert. Die bedruckte Dauerkarte landet dann in einem weiteren Schacht. Sind 500 Karten gedruckt, wird der Auffangschacht geleert und der Schacht mit den Blanko-Karten neu bestückt.

Von morgens bis abends im Einsatz

Rund eine Woche dauert der Druck-Prozess, den Teamleiterin Sandra Numberger organisiert. Nach je 1000 Karten, also zwei Durchläufen, muss der Drucker gereinigt werden. Von morgens bis abends läuft er in dieser Zeit. Pro Karte rechnet Numberger rund 30 Sekunden: „Wenn alles sauber durchläuft“, sagt sie lachend.

Warum er nun nicht mehr gebraucht wird? Keine Angst – Jahreskarten gibt es weiterhin. „Aber der Drucker hatte nun schon mehr als 300.000 Karten auf dem Buckel“, sagt Numberger. Abnutzungserscheinungen sind deutlich zu erkennen, das Gerät hat sich abgearbeitet. An der Säbener Straße steht nun ein neuer Drucker – und die Erlebniswelt hält den „alten“ in Ehren!

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