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Exponat der Woche

Der Erste von 251.315

Es war klar, dass es irgendwann passieren würde – aber als es dann so weit war, war der Stolz bei allen Beteiligten nicht zu übersehen. Der FC Bayern München eV kann sich seit November ganz legitim als „größter Verein der Welt“ bezeichnen. Denn der Klub, der deutscher Meister im Basketball, aktueller Double-Sieger und deutscher Rekordmeister im Fußball sowie Heimat auch für Handballer, Kegler, Turner und Tischtennisspieler ist, hatte zum Zeitpunkt der Jahreshauptversammlung stolze 251.315 Mitglieder – und damit mehr als das bisher führende Benfica Lissabon und viel mehr als der Dritte FC Barcelona.

Es ist schon eine tolle Entwicklung, die der FC Bayern in seiner inzwischen 114 Jahre langen Geschichte, aber vor allem in den letzten Jahren genommen hat. Ein kurzer Rückblick auf den 2. Weihnachtsfeiertag des Jahres 2006: Die Webseite des Rekordmeisters vermeldete an diesem Tag „Der FC Bayern ist weiter auf Wachstumskurs. Einen Tag nach den Weihnachtsfeiertagen knackte der Verein erstmals in seiner 106-jährigen Geschichte die Marke von 125.000 Mitgliedern." Acht Jahre später ist die Marke schon mehr als verdoppelt.

Schwab steht stellvertretend

Der Verein lebt von seinen Mitgliedern, von jedem Einzelnen. Und so sind die Festtage doch auch eine schöne Zeit, die Basis des Klubs zu würdigen. Das Exponat der Woche der FC Bayern Erlebniswelt ist daher der Mitgliedsausweis von einem Mann, der einen besonderen Stellenwert genießt, aber dennoch stellvertretend für alle 251.315 steht: Otto Schwab, dem Mitglied Nummer eins.

Schon ein paar Mal war Schwab in der FC Bayern Erlebniswelt zu Gast. Für den Untermenzinger ist ein Besuch jedes Mal eine Reise in die Vergangenheit. Wenn er an der Viktoria, der Trophäe für den ersten deutschen Meistertitel im Jahr 1932 steht, kommt er stets in Plauderlaune.

„Tagelang gefeiert“               

17 Jahre war Schwab am 12. Juni 1932 alt, als die Bayern zum ersten Mal den nationalen Titel feiern durften. Er war selbst Torwart in Vilshofen, spielte später in der Bayern-Reserve. „Wir haben das damals im Radio gehört“, erinnert er sich. „Einfach wunderbar“ sei es gewesen, als „seine“ Bayern die Viktoria mit nach Hause brachten. „Ganz Niederbayern“ – also auch Schwab – „hat tagelang gefeiert. Zwei Tage hat es bestimmt gedauert, bis wann wieder auf den Füßen stand.“

Dass er selbst Mitglied werden musste, stand für Schwab damals schon fest. 1934, mit 19 Jahren trat er dem heutigen Rekordmeister bei. Dass er nun dasjenige Mitglied ist, das am längsten im Verein ist, bedeutet gleichzeitig, dass kein anderer die Geschichte des Klubs so lange begleitet hat wie er. 24 Meisterschaften, 17 Pokalsiege, fünf Champions-League-Titel hat Schwab verfolgt. Und er fiebert heute noch mit wie damals.

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