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Exponat der Woche

Der erste von sieben Streichen

Wenn man diesen Teenager, der da vor 13.000 Zuschauern auf dem Rasen des Olympiastadions jubelte, mit dem Mann vergleicht, der heute Ruhe und Gelassenheit auf und neben dem Platz ausstrahlt, kann man kaum glauben, dass es sich um dieselbe Person handelt. Aber: Jede Karriere hat mal begonnen – und wenn man die von Bastian Schweinsteiger betrachtet, muss man doch sagen, dass es eine sehr, sehr große geworden ist.

Es war der 4. Februar 2003, als der junge Bastian Schweinsteiger zum erst Mal so richtig auffiel im Bayern-Trikot. Sein Debüt in der Profi-Mannschaft hatte er wenige Monate zuvor bereits in der Bundesliga gegeben. Im Viertelfinale des DFB-Pokals, das die Bayern vor heimischen Publikum mit 8:0 gegen den 1. FC Köln gewannen, erzielte er aber seine ersten Pflichtspieltore. Gleich zwei Mal (31. und 51. Minute) traf er an dem Tag, der sich an diesem Mittwoch zum 12. Mal jährt.

Von Hoeneß gab es trotzdem Ärger

„Er hat bewiesen, dass wir jederzeit auf ihn zählen können“, sagte der damalige Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld über das Juwel aus der eigenen Jugend. Und trotzdem gab es an diesem Tag auch ein bisschen Ärger für den 18 Jahre alten Schweinsteiger:  Dass er beim Torjubel mit zwei Haarbändchen in der Hand durch die Luft gewedelt hatte, gefiel dem damaligen Manager Uli Hoeneß nämlich gar nicht . „So ein Schmarrn. Er soll den Ball flach halten, Fußball spielen und nicht schauspielern. Das werde ich ihm sagen", schimpfte der spätere Präsident des FC Bayern.

Schweinsteiger nahm sich Hoeneß‘ Worte zu Herzen – und wurde nach und nach zu einem unverzichtbaren Spieler im Kader der Bayern. Außerdem ist der gebürtige Kolbermoorer ein Erfolgsgarant: Wann immer er die Deutsche Meisterschaft gewinnt, holt er auch den Pokal. Nur einen Titel pro Jahr hat es mit Schweinsteiger im Team noch nicht gegeben. Seine unglaubliche Bilanz: Sechs Double (2003, 2005, 2006, 2008, 2010, 2014), ein Triple (2013).

Keiner hat den Pokal so oft gewonnen

Seit dem Pokalsieg im vergangenen Jahr gegen Borussia Dortmund ist Schweinsteiger auch alleiniger Rekord-Pokalsieger. Den ersten Titel holte er übrigens im Jahr 2003, seine beiden Tore gegen Köln waren also durchaus wichtig. Im Halbfinale gewannen die Bayern 3:1 gegen Bayer Leverkusen, im Finale dann wiederum 3:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Die Plakette, die der Rekordmeister in diesem Spiel vom DFB erhielt, soll in dieser Woche unser Exponat der Woche sein. Weil sie den Startschuss für eine Karriere dokumentiert, die wohl für immer unvergessen bleiben wird. Dabei hat Schweinsteiger ja noch lange nicht aufgehört, Titel zu sammeln…

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