unterstützt durch
Menü
Exponat der Woche

Makaya und der Blitztreffer

An diesem 7. April 2007 um exakt 20.45 Uhr und 10,33 Sekunden, war die Freude bei allen Bayern-Fans groß – besonders groß aber war sie bei einer Familie im beschaulichen Huntlosen bei Bremen. Vater Hans von Garrel traute seinen Augen nicht, und seine rund zwei Jahre alte Tochter? Die schlief und hatte garantiert süße Träume.

Was war passiert? In der Münchner Allianz Arena war ein Tor gefallen, an das sich die meisten auch heute, in der Woche, in der es sich zum achten Mal jährt, noch gut erinnern. 2006/2007, Achtelfinale, Rückspiel zwischen dem FC Bayern und Real Madrid: Roy Makaay brauchte nur 10,33 Sekunden, um die Münchner in Führung zu bringen. Einen Fehlpass der Real-Abwehr bestrafen die Bayern, die Flanke von rechts legte Makaay damals ganz sanft ins Netz.

Das Team feierte, die Ersatzspieler sprinteten fast bis auf den Rasen, Trainer Ottmar Hitzfeld kam aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Bis heute hat kein Spieler in der  Geschichte der Champions League ein schnelleres Tor als Makaay bei diesem 2:1-Sieg erzielt. Auch denn die Bayern in der Saison 2006/07 im Viertelfinale gegen den AC Mailand ausschieden: Allein wegen dieses Ereignisses wird sie immer im Gedächtnis bleiben.

Makaay: „Das ging schnell“

„Sie hatten Anstoß, der Ball ging zu Fernando Gago, er spielte ihn zu Roberto Carlos und er sprang von seinem Fuß weg. Hasan Salihamidžić eroberte sich den Ball und bevor wir es überhaupt kapiert hatten, war er im Netz. Das ging richtig schnell“, erzählte Makaay später einmal. Der Niederländer hat viele schöne Tore im Trikot des deutschen Rekordmeisters erzielt, in 129 Liga-Spielen waren es 78, 26 bereitete er zudem vor. Dass es viele Fans hat, ist verständlich. Aber gibt es einen größeren als Hans von Garrel? Um seine Liebe zu diesem großartigen Stürmer auszudrücken, ist dieser Bayern-Fan recht weit gegangen.

Für ihn war schon zwei Jahre vor dem Blitztreffer gegen Madrid klar: Seine 2005 geborene Tochter sollte auf den Namen „Makaaya“ getauft werden. Ein gewöhnungsbedürftiger Name, noch dazu einer, der in der deutschen Sprache nicht verankert ist. Aber Hans von Garrel gab nicht auf. Er kämpfte, für sich, für seine Tochter, für Roy Makaay. Und schließlich, resultierend aus viel Überzeugungsarbeit, erkannte die Gesellschaft für deutsche Sprache die Schreibweise „Makaya“ – zumindest als zweiten Namen – an.

Diese – und auch viele andere Geschichten – können Besucher der FC Bayern Erlebniswelt Tag für Tag erleben. Die den Fans gewidmete Ecke namens „Fanomene“ soll daher, pünktlich zum Rekordtor von Makaay, unser Exponat der Woche sein. Aber: Schaut selbst vorbei – und lest viele weitere verrückte Geschichten!

Weitere Inhalte