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50 Jahre nach dem Aufstieg

Helden von 1965 erinnern an den Aufstieg

50 Jahre Aufstieg in die Bundesliga – der 26. Juni 1965 ist ein historischer Tag in der Geschichte des FC Bayern München. „Der Sieg damals war für uns so wichtig wie heute der Gewinn der Champions League“, so Dieter Brenninger, der gemeinsam mit Peter Kupferschmidt, Jakob Drescher und Rudolf Grosser in der FC Bayern Erlebniswelt an das Ereignis vor 50 Jahren erinnerte.

Was waren das noch für Zeiten, mögen sie sich gedacht haben, als die Szenen des damaligen Spiels mit Originalkommentar gezeigt wurden. Im Fußball hat sich viel getan, der Sport ist schneller und athletischer geworden – an der Bedeutung des Spiels vor 50 Jahren hat sich jedoch nichts geändert. Der Stolz war Peter Kupferschmidt, Dieter Brenninger, Jakob Drescher und Rudolf Grosser ins Gesicht geschrieben, als sie durch das Vereinsmuseum des FC Bayern schritten. Kupferschmidt hielt bei den vielen Pokalen inne: „Wir haben 1965 den Grundstein für die vielen Erfolge gelegt.“ Sein Teamkamerad Grosser ergänzt im anschließenden Gespräch: „Ich kenne keinen Verein, der seit 50 Jahren solche Erfolge feiert.“

Mit dabei hatte das Quartett nicht nur eine Menge Erinnerungen und Anekdoten, sondern auch ein neues Exponat, das die FCB Erlebniswelt ab sofort bereichern wird: Das Trikot, das Kapitän Kunstwadl im entscheidenden Spiel am 26. Juni 1965 in Berlin trug. Seit einem Treffen vor zwei Wochen (natürlich freitags und natürlich bei Kunstwadl) ist es bereits von einigen Spielern signiert. Die restlichen Unterschriften folgen am 14. August, wenn die Aufstiegsmannschaft anlässlich des Bundesliga-Starts seitens des Vereins nochmal im großen Rahmen gewürdigt wird. Drescher freut sich schon heute: „Wenn die Mannschaft zusammen kommt, man die Kameraden wieder sieht, das sind die schönsten Momente.“

Ein Trikot mit bewegter Geschichte

Was hat dieses Trikot für eine bewegte Geschichte hinter sich! Kunstwadl erinnert sich bis heute an diesen Moment, in dem in der Aufstiegs-Euphorie, kurz nach dem 8:0 gegen Tennis Borussia Berlin, einer der 15.000 Zuschauer wie wild auf ihn zugelaufen kam. „Ich fragte ihn: Spinnst Du?“, erzählt der damalige Spielführer. Aber irgendwie war der junge Fan namens Klaus Hartmann ihm dann doch sympathisch. Er war immerhin über die Steinmauer des Berliner Olympiastadions geklettert, um sein Idol nach dessen Trikot zu fragen. 49 Jahre später stellte Hartmann das historische Exponat der FC Bayern Erlebniswelt zu Verfügung: „So ein Originaldress gehört in unser Museum“, sagte er damals. Ab jetzt ist es dort zu sehen.

Das Besondere daran: Das Trikot von Kunstwadl, der von 1961 bis 1966 bei den Bayern spielte, ist nach den beiden Shirts von Franz Beckenbauer und Torschütze Müller bereits das dritte, das in diesem Spiel getragen und nun im Museum des Rekordmeisters zu sehen ist. „Und das, obwohl Original-Trikots aus dieser Zeit sehr schwer zu finden sind“, sagte Fabian Raabe aus dem Erlebniswelt-Team. Die Geste von Klaus Hartmann ist gar nicht hoch genug zu würdigen.

Warum die Stücke von damals Raritäten sind, wissen die Spieler genau. Brenninger etwa erzählte, dass sein Dress im Trubel „regelrecht zerfetzt wurde“. Die Bayern kamen nach dem Spiel in Berlin, bei dem vier Mal Rainer Ohlhauser, zwei Mal Rudolf Nafziger und je einmal Dieter Brenninger und Gerd Müller getroffen hatten, sogar teilweise ohne Schuhe zurück in die Kabine. Sie waren begehrt, denn sie sind Stars – damals wie heute! Der FC Bayern und das Vereinsmuseum sagen Danke für den hohen Besuch.

Zahlen und Fakten finden Sie hier.

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