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Bundesliga-Aufstieg jährt sich zum 50. Mal

Vor dem entscheidenden Spiel

26. Juni 1965: Der FC Bayern gewann an diesem Tag keine Deutsche Meisterschaft, nicht den DFB-Pokal und schon gar nicht einen Europapokal. Trotzdem handelt es sich bei diesem Datum, das sich dieser Tage zum 50. Mal jährt, bis heute um eines der wichtigsten in der Vereinshistorie. Beim FC Bayern und natürlich auch in der Erlebniswelt steht in dieser Woche alles im Zeichen des Bundesliga-Aufstiegs. Kommt regelmäßig vorbei und informiert Euch!

An besagtem Samstagnachmittag stand das Erreichen eines beharrlich und zielstrebig verfolgten, zweijährigen Zieles auf dem Spiel. Es ging um den Aufstieg in die Bundesliga. Diese startete 1963 ohne den FC Bayern, da diesem von Seiten des DFB die Aufnahme in die neue Liga trotz Erfüllung aller sportlichen sowie wirtschaftlichen Auflagen am grünen Tisch verweigert worden war. Anlass genug für die Verantwortlichen des Vereins, nun erst recht und vor allem so schnell wie möglich in die Bundesliga aufzusteigen. Präsident Wilhelm Neudecker verpflichtete für dieses Vorhaben in Tschik Cajkovski keinen Geringeren als den Meistertrainer des 1. FC Köln aus dem Jahr 1962.

Die jungen Wilden sorgen für Furore

Nachdem das Bayern-Team der Saison 63/64 in der Aufstiegsrunde den Einzug in die Bundesliga nur um einen Punkt verpasst hatte, wurde der Mannschaftskader nochmals verjüngt. Trainer Tschik ließ seinen jungen Wilden - Durchschnittsalter 21,8 Jahre, 14 Spieler aus dem eigenen Nachwuchs - freien Lauf. In den bisherigen 41 Pflichtspielen der Spielzeit 64/65 schlug es in den gegnerischen Toren sagenhafte 156 Mal ein. Ohlhauser, Müller, Beckenbauer, Brenninger, Nafziger, Drescher und Koulmann hießen die Rekordschützen, während hinter den Verteidigern Olk, Kupferschmidt und Kapitän Kunstwadl der junge Sepp Maier schon damals den Kasten sauber hielten. Lediglich 0,83 Gegentore pro Spiel sprechen für sich.

Im ganzen Land sorgten die „jungen Himmelstürmer“, wie die Bayern damals von einer großen deutschen Sportillustrierten genannt wurden, für Aufsehen. Selbst Bundestrainer Helmut Schön kam  nicht mehr an ihnen vorbei. Er berief vier der Münchner Zweitligaspieler zum Lehrgang seiner Nationalmannschaft.

 Von den Arbeitgebern vier Wochen lang freigestellt

All diese Erfolge sollten nun aber an besagtem letzten Spieltag auf dem Spiel stehen. Mindestens ein Punkt musste Auswärts bei Tennis Borussia Berlin noch her. Seit über vier Wochen waren die Spieler, die damals noch keine Profis waren, schon von Ihren Arbeitgebern freigestellt und befanden sich während der Aufstiegsrunde im Trainingslager. Trainer Cajkovski und Manager Schwan hatten alle Weichen gestellt, als die Bayern am 26. Juni 1965 um 16.00 Uhr vor 15.000 Zuschauerm – darunter mehrere tausend Münchner Schlachenbummler – im Berliner Olympiastadion einliefen.

Und dann war es so weit… Alles über das entscheidende Spiel und die Protagonisten: Hier!

Außerdem: Die 5-teilige Aufstiegsserie mit vielen Zitaten der Spieler und Verantwortlichen zum entscheidenden Ereignis vor 50 Jahren finden Sie hier.

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