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Happy Birthday, Franz Beckenbauer!

Ein bedeutender Teil FC Bayern-Geschichte

Erst in der vergangenen Woche war er mal wieder zu Besuch – und es ist jedes Mal dasselbe: Wann immer Franz Beckenbauer die FC Bayern Erlebniswelt betritt, versprüht er gute Laune. Hier ein Plausch, dort eine kleine Anekdote: Es gibt nicht viele andere, die sowohl die Werte des Vereins als auch die Geschichte des FC Bayern derart verkörpern wie das Geburtstagskind der Woche.

Dass die persönliche FC Bayern-Story des heutigen Ehrenpräsidenten, der am 11. September 70 Jahre alt wird, ausgerechnet vom Stadtrivalen ausgelöst wurde, ist kurios. Im Nachhinein aber kann man sagen, dass der FC Bayern großes Glück hatte. Die Watschn eines Spielers der Schülermannschaft des TSV 1860 sorgte dafür, dass sich Franz Beckenbauer 1958 der Schülerabteilung der Bayern anschloss. Sechs Jahre später, im Sommer 1964 setzte er seine Unterschrift – da er noch nicht volljährig war, neben der seiner Eltern – unter seinen ersten Vertag beim FC Bayern. Natürlich sind alle Pokale und Auszeichnungen, die Beckenbauer in der darauffolgenden Zeit als Bayern-Spieler gewann, in der FCB Erlebniswelt ausgestellt, es gibt es aber auch noch zahlreiche weitere Exponate über den „Kaiser“. Diese sind unter anderem in der bis Jahresende laufenden Sonderausstellung „Kaiser. Kalle. Bomber.“ zu sehen. Zu seinem Geburtstag gibt es hier eine – meist handgeschriebene – Auswahl:

  • Als Franz Beckenbauer zur Eröffnung der Sonderausstellung im Frühjahr nach dem Exponat gefragt wurde, das ihm am besten gefällt, musste er nicht lange überlegen., „Das Foto, auf dem ich in Windeln neben meiner Mutter stehe“, sagte er. Ganz dicht bei Mama Antonie ist der kleine Franz auf jenem Bild, das allerdings nicht das einzige Erinnerungsstück an seine 2006 verstorbene Mutter ist. Ein Brief erinnert an die Frau, über die Franz Beckenbauer einst gesagt hat: „Ich danke Gott, dass er mich durch diese Mutter zur Welt gebracht hat. Ein größeres Glück gibt es nicht!“ Geschrieben wurde er im Frühjahr 1966, als Franz mit der Nationalmannschaft auf Reisen war. Weil ein Autogrammjäger aufgrund der Abwesenheit des Nationalspielers auf seine Bestellung warten musste, griff Antonie Beckenbauer kurzerhand zum Füller. „Im Auftrag ihres Sohnes Franz“, schrieb sie, solle sie mitteilen: „Bitte haben Sie noch etwas Geduld und entschuldigen Sie bitte, dass es so lange dauert.“
  • Bereits wenige Monate später – Franz war mittlerweile bei der WM in England Vizeweltmeister und daraufhin Fußballer des Jahres 1966 in Deutschland geworden – wurde die ‚Autogrammkartenstelle Beckenbauer‘ mit Wünschen in ganz anderen Dimensionen konfrontiert. Fortan musste Vater Franz die Autogrammwunschbriefe in Wäschekörben zum Sohnemann nach München-Giesing schleppen. Jeder wollte ein Autogramm des Jungnationalspielers. Ein Jahr später war die Unterschrift so begehrt, dass sie sogar in Metall graviert wurde. Genauer gesagt in einem Werbe-Suppenlöffel von Knorr, dem ersten größeren Werbepartner von Franz. Natürlich ist auch ein solcher Löffel in der Sonderausstellung zu sehen.
  • Ein weiteres Autogramm des Kaisers erinnert in der Zeitkoje 1965 – 1979 an einen seiner größten Erfolge als Spieler. Von Hand geschrieben „Herzlichst gewidmet. Franz Beckenbauer. 7. 7. 1974“ auf einem original Endspiel-Ticket der WM 1974, damit beglückte er damals einen Fan. Dieser stellte Jahrzehnte später das Ticket der Erlebniswelt zur Verfügung.
  • Zwei weitere Male ist die Signatur des Geburtstagskindes noch in der Sonderausstellung zu bewundern: Einmal im Vorwort der Bewerbungsschrift des DFB für die WM 2006 und einmal, stellvertretend für seine zweite sportlich Leidenschaft, auf einem Golfball.

Bei seinem Besuch im Vereinsmuseum anlässlich seines runden Geburtstags vor wenigen Tagen, verewigte sich Franz Beckenbauer ein weiteres Mal handschriftlich: Im ,Goldenen Buch der FC Bayern Erlebniswelt´. Franz Beckenbauers Geschichte ist ein bedeutender Teil FC Bayern-Geschichte. HAPPY BIRTHDAY!

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