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Zum Start ins neue Jahr

Trainingslagergeschichten

Schön ist er ja schon, der Wallberg, im Sommer wie im Winter. Die frische Luft auf 1.722 Meter Höhe, die Aussicht über den Tegernsee, die umliegenden Berge. Und noch dazu liefert er eine der schönsten Anekdoten aus zahlreichen Trainingslagern des FC Bayern.

In aller Hergottsfrühe hatte Felix Magath seine Bayern-Mannschaft vor rund neun Jahren im Mannschaftshotel in Rottach-Egern aus den Betten und im strömenden Regen auf den Wallberg gescheucht. Kein Spieler wusste bei der Abfahrt so genau, was der damals neue Trainer des deutschen Rekordmeisters vorhatte. Nur der eingeweihte Uli Hoeneß – damals noch Sportdirektor – schmunzelte über die harte Trainingsmaßnahme: „Es ist wunderbar, wenn die Spieler Dinge erleben, die sie noch nicht erlebt haben.“

Trainingslager gibt es seit den siebziger Jahren

Wunderbar war der zweieinhalbstündige Aufstieg – vor allem aber wunderbar anstrengend. Immerhin haftete Magath nicht umsonst der Beiname „Quälix“ an. Auch in der FC Bayern Erlebniswelt sind die harten Trainingsmethoden des ehemaligen Bayern-Coaches (2004 bis 2007) dokumentiert: Die Wanderkarte vom Wallberg und der von Magath so gerne eingesetzte Medizinball stehen stellvertretend  für zahlreiche schöne Geschichten aus Trainingslagern, die die Bayern schon seit den siebziger Jahren an diversen Orten absolviert haben. Pünktlich zum Start in die Vorbereitung ein passendes Thema.

Bereits vor vierzig Jahren begann der Verein als einer der ersten mit der Vorbereitung fern des eigenen Trainingsplatzes. Der „Klassiker“ unter den Trainingslagern war bis ins neue Jahrtausend die Reise nach Rottach-Egern am Tegernsee. Regelmäßig nutze das Bayern-Team die guten Bedingungen an der Winkelmoos, um fit für die Saison zu werden. Gebrochen mit dieser Tradition wurde erstmals, als Jürgen Klinsmann das Sommertrainingslager ganz abschaffte und die Mannschaft im Juli an der Säbener Straße trainieren ließ.

Schon vor 30 Jahren ging es in die Arabischen Emirate und die USA

Exotische Reiseziele gab es meist im Winter. Schon in den achtziger Jahren zog es die Mannschaft vereinzelt die die Arabischen Emirate, auch eine Reise in die USA stand einst auf dem Programm. Unter Klinsmann ging es nach Dubai, zuletzt immer wieder nach Doha (Katar). Ein sehr ungewöhnliches Sommertrainingslager erlebte die Mannschaft 1995 unter Otto Rehhagel: In Meisdorf im Ostharz wurden die Einheiten der Bayern von Fans regelrecht überrannt. „Daran musste man sich gewöhnen“, gab Rehhagel nachher zu.

An den Wallberg übrigens musste man sich am Ende nicht gewöhnen. Die Spieler hatten im zweiten Trainingslager unter Magath berechtigte Angst – aber: Die Wanderung entfiel wegen schlechter Wetterverhältnisse… 

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