unterstützt durch
Menü
Vier Minuten am 19. Mai 2001

Ein Schuss für die Ewigkeit – Erinnerungen mit Patrik Andersson

Es gibt Momente, die man nie vergisst… Einer davon erzählt die Geschichte von „vier Minuten im Mai“. Genau 4 Minuten und 38 Sekunden nämlich war Schalke 04 im Jahr 2001 Deutscher Meister, ehe die Knappen als „Meister der Herzen“ in die Bundesliga-Historie eingingen. In bester Erinnerung sind diese bangen Minuten natürlich jedem Bayern-Fan - und vor allem Patrik Andersson.

Es ist noch nicht lange her, dass der Schwede Gast in der FC Bayern Erlebniswelt war. Und als er da so stand, direkt vor dem Trikot, das er an jenem 19. Mai 2001 getragen hat, sah man, wie präsent ihm die Szenen von damals noch sind. „Natürlich war das ein besonderer Moment. Für mich, die Mannschaft und die gesamte FC Bayern-Familie“, sagte der 45-Jährige. Da hat er Recht.

Rückblick: 19. Mai 2001. Nach dem Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern am 33. Spieltag waren die Bayern vor dem Saisonfinale zurück an der Tabellenspitze. Drei Punkte Vorsprung vor dem FC Schalke 04. Die Partien am letzten Spieltag: Schalke 04 - SpVgg Unterhaching, Hamburger SV – FC Bayern.

In Gelsenkirchen überschlagen sich die Ereignisse

In Gelsenkirchen überschlagen sich die Ereignisse: Nachdem Schalke mit 0:2 zurücklag und Unterhaching nach zwischenzeitlichem Ausgleich der Schalker in der 69. Minute wieder mit 2:3 in Führung ging, siegten die Schalker noch mit 5:3. In Hamburg passiert lange nichts – bis Sergej Barbarez in der 90. Minute das 1:0 für die Gastgeber schießt. Stand jetzt ist Bayern geschlagen – und Schalke Meister. Schalke feiert seinen vermeintlich achten nationalen Titel. Aber nicht lange.

Als der vom FC Schalke 04 an den Hamburger SV ausgeliehene Torwart Mathias Schober eine Rückgabe regelwidrig mit der Hand aufnimmt, haben die Bayern die allerletzte Chance. In der vierten Minute der Nachspielzeit schießt Patrik Andersson den von Stefan Effenberg vorgelegten Ball ins Tor. 1:1, das rettende Unentschieden – die 17. Meisterschaft.

Für Andersson war es das erste und einzige Bayern-Tor

„Mehmet Scholl war bereits ausgewechselt, Michael Tarnat saß auf der Bank und Stefan Effenberg hatte in diesem Match mit Freistößen kein Glück – also habe ich es gemacht“, sagte Andersson danach grinsend. Für den Schweden, der von 1999 bis 2001 das Bayern-Trikot trug, war es übrigens das erste und einzige Bundesliga-Tor für den Rekordmeister. Und dann gleich so eines! Ein Moment, der in die Geschichte einging. Diese 4 Minuten und noch weitere, große Momente sind ab Juli im Museum des FC Bayern zu sehen: In der neuen Sonderausstellung. Seid gespannt!

Weitere Inhalte