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Erinnerungen zur Jahreshauptversammlung

Unser Museum, ein Wunsch der Fans

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Man konnte nicht die Uhr danach stellen, aber man konnte sich sicher sein, dass das Thema kommt: Denn der Wunsch nach einem Vereinsmuseum war seitens der Mitglieder des FC Bayern München lange Zeit so groß, dass er bei nahezu jeder Jahreshauptversammlung auf der Agenda der Wortmeldungen stand. Präsident Uli Hoeneß entgegnete einst: „Wenn wir so etwas machen, dann machen wir es gescheit.“ Eine Vertröstung? Keineswegs! Denn die Idee der FC Bayern Erlebniswelt war längst geboren. Was man heute, rund sechs Jahre nach der Eröffnung weiß: Eine echte Erfolgsstory.

Schon bei der Konzeption der Arena war an ein Museum gedacht worden - als am 4. Februar 2011 bei der Stadt München aber endgültig der Bauantrag eingereicht wurde, wusste jeder Beteiligte, dass der Startschuss für das Projekt gefallen war.

Elf Monate und viele helfende Hände

In elf Monaten vom 1. Juni 2011 bis zum 30. April 2012 wurde eine Ausstellung geschaffen, die in der Fußballbranche ihresgleichen sucht. 15 Monate blieben, um aus „Nichts“ das größte Vereinsmuseum Deutschlands zu machen. Eine mehr als 3.000 Quadratmeter große leere Fläche musste mit Inhalt befüllt, Ideen gesammelt und umgesetzt werden. Es war eine Zeit voller Anspannung, aber auch voller Kreativität und Freude am Fortschritt. Und spätestens als Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei der feierlichen Eröffnung im Mai 2012 von einem „neuen Standard“ sprach, wusste das Team, dass es den hohen Ansprüchen des deutschen Rekordmeisters gerecht geworden war.

Rund 350.000 Besucher aus aller Welt strömen heute Saison für Saison ins Vereinsmuseum des deutschen Rekordmeisters – das es ohne die Fans und Mitglieder nie geben würde. Nicht nur die Initiative nämlich ging Jahr für Jahr von der Anhängerschaft aus, auch die Gestaltung der Ausstellung wäre ohne diese nie möglich gewesen. Schon im August 2010, knapp ein Jahr vor dem Baustart, wurde im Bayern-Magazin ein erster Aufruf nach Erinnerungsstücken gestartet. Mitglieder, Freunde und Ehemalige halfen zusammen, die an der Säbener Straße verstreuten Exponate zu bündeln und darüber hinaus genug Material für die FC Bayern Erlebniswelt zu sammeln.

Das Archiv wächst stetig – dank der Hilfe von Fans und Mitgliedern

Zwar verfügte der FC Bayern München über einzelne Teile eines Archivs, mehrere Umzüge der Geschäftsstelle und ein Bombenangriff im Jahr 1944 aber hinterließen ihre Lücken in der Historie des erfolgreichsten deutschen Fußballklubs. Heute gibt es diese nicht mehr: Im professionellen Archiv der FC Bayern Erlebniswelt befinden sich mehr als 4.000, knapp 600 in der laufend aktualisierten Ausstellung. Ein gutes Beispiel für die stetige Weiterentwicklung: Die im Herzen des Museums errichtete Fotowand „Alle Spieler, alle Zeiten“ ist durch die Aufrufe im Bayern-Magazin, und regelmäßiger, fortlaufender Recherche nach und nach immer voller geworden und heute zu knapp 90 Prozent befüllt.

Auch heute erreichen noch wöchentlich Exponate das Archiv. Ehemaligen Spielern, Fans, Mitgliedern wird nach und nach bewusst, dass sie echte Schätze in ihren Kellern verborgen haben. Alte Schuhe, Eintrittskarten, Fotoalben, Souvenirs und vieles mehr: die Geschichte des FC Bayern hat so viele Facetten. Das haben die Fans schon früh erkannt – und zum Glück Jahr für Jahr auf dem Podium der Jahreshauptversammlung kundgetan.