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Der Fußballgott ist "dahoam"

Bastian Schweinsteiger ist das 18. Mitglied der Hall of Fame

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Basti is back - und in der "Hall of Fame" des FC Bayern München von nun an dauerhaft. Denn einen Tag vor seinem offiziellen Abschiedsspiel ist Bastian Schweinsteiger eine besondere Ehre zuteil geworden: Im Beisein von Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß wurde der 34-jährige als 18. Mitglied in die Ruhmeshalle aufgenommen. Bei der feierlichen Enthüllung seines Sterns in der FC Bayern Erlebniswelt sah man dem Triplesieger von 2013 und Weltmeister von 2014 seine Gefühle an: Glück, Stolz und auch ein bisschen Rührung. 7.268 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Chicago und München - mit dem Herzen ist er seinem ehemaligen Verein und langjährigem Lebensmittelpunkt immer nah. 

„Ich war selbst schon ein paar Mal hier und habe die Sterne gesehen. Dass ich jetzt dazu gehöre - zu den besten Spieler des Vereins - das bedeutet mir sehr, sehr viel“, sagte Schweinsteiger im Blitzlichtgewitter. Als Exponat hatte er sogar seine WM-Medaille mitgebracht hatte, die von nun an für einige Zeit im Herzen der Hall of Fame ausgestellt ist. Der rote Janker - überreicht von Rummenigge und Hoeneß - steht ihm bestens, überhaupt fühlte er sich einfach wohl als frisch gebackene Klublegende. Daran, dass der gebürtige Kolbermoorer nach Philipp Lahm (2017) das nächste Mitglied der Hall of Fame werden würde, bestand nie ein Zweifel. „Bastian hat den Klub in seiner langen Karriere beim FC Bayern bereichert und nachhaltig geprägt, als Leistungsträger, Wortführer und vor allem als Mensch“, sagte Rummenigge.  

22 Titel – und Verdienste als Spieler und Mensch

22 Titel mit dem FC Bayern stehen als Bilanz der großartigen Karriere beim deutschen Rekordmeister, dessen Trikot Schweinsteiger zwischen 1998 und 2015 trug. Aus dem 18 Jahre alten Profi-Debütanten wurde ein Stammspieler, aus dem offensiven Wirbelwind der defensive Stabilisator, aus dem Jungspund „Schweini“ der Denker und Lenker Bastian Schweinsteiger, ein unantastbarer Taktgeber. Bis zu seinem Abschied 2015 nach Manchester erzielte er in 345 Bundesligapartien 45 Tore und lieferte 70 Assists. Uli Hoeneß betonte: „Bastians  Erfolge und sein Verdienst um den Klub können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden - wir kennen ihn als 'Lausbub', aber dabei hat er immer seine Leistung auf dem Platz gebracht.“ Die Highlights des achtmaligen Meisters und sechsfachen DFB-Pokalsiegers: Der Triple-Gewinn 2013 sowie der WM-Titel 2014 mit dem DFB-Team, für das er 121 Mal auflief. Und beim FC Bayern ist er gleich zweifacher Rekordhalter: mit 7 Mal ist er der Rekord-Double-Gewinner und mit 121 Spielen der Rekord-Nationalspieler des FC Bayern München.

Als Teil der „Hall of Fame“ ist er nun einer der ganz Großen, wie die beiden Ikonen, die bei der Enthüllung neben ihm standen. Dazu kommen noch weitere Legenden unter anderem Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Sepp Maier, Lothar Matthäus, Bixente Lizarazu, Giovane Elber, Mehmet Scholl oder eben sein Wegbegleiter Philipp Lahm. Die Ruhmeshalle des erfolgreichsten deutschen Fußballklubs war bis zur Aufnahme der beiden ehemaligen DFB-Kapitäne seit 2012 nicht erweitert worden.

Schweinsteiger verkörpert, was die Bayern-Familie besonders macht

Das Abschiedsspiel seines derzeitigen Klubs Chicago Fire gegen seine „große Liebe“ FC Bayern war nun der ideale Rahmen, um den glitzernden Stern zu enthüllen. Und wer die Wiedersehensfreude, das Lachen, die Herzlichkeit bei diesem schönen Termin gesehen hat, kann sich sicher sein: Es war nicht der letzte Besuch von Bastian Schweinsteiger in der FC Bayern Erlebniswelt. Die Klublegende wird auch in Zukunft ein gern gesehener Gast beim FC Bayern sein und stets mit offenen Armen empfangen. Er steht für das, was die berühmte Bayern-Familie verkörpert – egal, wie viele Kilometer Luftlinie entfernt von München er sich gerade aufhält.