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Wanderausstellung goes USA

„verehrt – verfolgt – vergessen“ in Los Angeles

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Sie ist schon viel herumgekommen, in München, Bayern und ganz Deutschland – der Weg in die USA war für „verehrt – verfolgt – vergessen“ aber bisher natürlich der weiteste. Mehr als 9.000 Kilometer liegen zwischen München und Los Angeles, wo die Wanderausstellung der FC Bayern Erlebniswelt seit Dienstag (10 Uhr Ortszeit) bis zum 30. September 2019 zu sehen ist. Die Botschaft „Nie wieder!“ sendet der FC Bayern nun auch international aus.

Zur feierlichen Eröffnung im „Los Angeles Museum of the Holocaust“ war eine Delegation des FC Bayern um den Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge, die Vorstandsmitglieder Andreas Jung und Jörg Wacker sowie der 1. Vizepräsident Prof. Dr. Dieter Mayer und der 2. Vizepräsident Walter Mennekes anwesend. Vor geladenen Gästen wiesen sie gemeinsam mit Beth Kean, Executive Director des Museums, auf die Bedeutung der Ausstellung hin, die die Schicksale der Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München beleuchtet. Seit mehr als drei Jahren ist sie – ausgehend von der ersten Station in der Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte Dachau – auf Reisen und regt an jedem Ort zum Innehalten und Nachdenken an.

Ausstellung erstmals außerhalb Europas zu sehen

„Erstmals bekommt der FC Bayern die Möglichkeit, einen wichtigen Teil seiner Geschichte in den USA zu erzählen“, sagte Rummenigge und hob die vielen unterschiedlichen Strömungen in den Anfangsjahren des Klubs sowie die Weltoffenheit der Mitglieder hervor. „Der Geist des FC Bayern war von Anfang an vorurteilslos und kosmopolitisch.“ Exemplarisch sprach der Vorstandsvorsitzende über die Lebensgeschichte des jüdischen Ehrenvorsitzenden Kurt Landauer, ohne den der FC Bayern wohl nicht in seiner heutigen Form bestehen würde. „Ich hoffe, die Ausstellung, Kurt Landauers Leben und unser heutiges Treffen helfen dabei, die Menschen zu inspirieren, für das einzustehen, woran sie glauben“, so Rummenigge.

Die Intention, so vielen Menschen wie möglich den Zugang zu den Themen Holocaust, Rassismus und Ausgrenzung zu erleichtern, ist aufgegangen. Das Interesse an der Ausstellung, in deren Mittelpunkt die Vereinsmitglieder stehen, die aus religiösen oder politischen Gründen fliehen mussten oder deportiert wurden, ist nach wie vor ungebrochen. Dass nun auch international, bis weit über die deutschen Grenzen Interesse an der Ausstellung besteht, spricht für sich.

Aktuell werden 108 Lebenswege auf der Weltkarte dargestellt, die Biografien von neun Mitgliedern und Funktionären (unter anderem Ehrenpräsident Kurt Landauer) werden ausgiebig beleuchtet. Für den Standort LA wurden zudem jene 21 Mitglieder in den Vordergrund gerückt, die in die USA emigrierten. Wie viele der einzigartigen Biografien sind auch diese in den letzten Jahren durch das Team der FC Bayern Erlebniswelt recherchiert worden.