Männliche U15

Berlin-Event der mC-Jugend vom 04.-07.01.2022

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In so unruhigen Zeiten wie jetzt im Zeichen der Pandemie, ist es immer schwierig, längerfristige Planungen und Ideen umzusetzen. Es braucht dann auch eine Prise Mut, Zuversicht und Optimismus und natürlich eine sehr gute Planung, um Events durchzuziehen.

So dann auch bei der Berlinreise der mC-Jungs. Im Vorfeld wurde bei allen Testspielen und sonstigen Events die 2G+-Regel angedacht. Ausreichend FFP2-Masken waren auch an Bord. Am schwierigsten war dann natürlich die Möglichkeit der Teilnahme. Einige Spieler erfüllten 2G nicht und waren so von Anfang an nicht dabei. Andere wiederum mussten aus unterschiedlichen Gründen in Quarantäne und auch wegen Urlaub gab es Ausfälle. So fuhren von 17 Spielern letztendlich 10 nach Berlin. Auch zu den Spielern, die leider nicht mitkommen konnten – sofern Interesse daran bestand – wurde via WhatsApp-Facetime und Instagram-Livechats in den gesamten Tagen Kontakt gehalten. Natürlich gab es massenhaft Posts, so dass alle immer auf dem Laufenden waren.

Am Dienstagmorgen setzten wir uns in den ICE nach Berlin. Nach dem Bezug unserer Hostelzimmer war die erste Aktion das „Testen“ in einem Berliner Testzentrum in der Nähe unserer Unterkunft. Nach einem „etwas kuriosem“ Abendessen ging es dann zu den Eisbären Berlin. Die Bundesliga-Begegnung gegen die Augsburg Panther war spannend und die Stimmung war, trotz des deutlich eingeschränkten Kartenkontingents, toll und die Atmosphäre in der Mercedes-Benz-Arena ist sowieso beeindruckend. Vielen Dank an das Ticket-Team der Eisbären, die uns in dieser schwierigen Zeit wirklich supported haben.

 

Der Mittwoch begann am Vormittag mit einer Führung durch die Berliner Unterwelten. Dort ging es speziell um die Geschichte der Fluchttunnelbauten unter der Berliner Mauer in den 60iger-Jahren. Wir lernten viel über unterirdische Fluchtbarrieren der Stasi, die kreativen Ideen der Fluchthelfer und -willigen. Auch konnten wir uns einen Eindruck verschaffen, wie schwer ein Gullideckel zu entfernen und wir einzusetzen ist.  Eine besondere und interessante Episode aus unserem Event.

Danach ging es wieder zum „Testen“, um dann endlich mit der Handball-Action zur starten. Auf dem Programm stand ein Spiel gegen den Berliner Verbandsligisten (analog Bayernliga im BHV) SG AC/Eintracht Berlin. Wir hatten unser letztes Spiel Mitte November. Der Berliner Spielbetrieb lief bis kurz vor Weihnachten durch. Aufgrund unserer vielen Ausfälle, haben wir uns natürlich gefragt wo wir stehen, aber das findet man am besten raus, wenn man spielt. So gingen wir voll motiviert in diese Partie. Endlich wieder Handball im sportlichen Vergleich.

Zu Beginn der Partie ging es ausgeglichen zur Sache. Da wir lange nicht gespielt haben, waren wir zunächst auf Einzelaktionen angewiesen, um unsere Akzente zu setzen. Manchem Spieler merkte man die lange Pause an. Trotzdem gingen wir in der Abwehr engagiert zu Werke. Alessio konnte viele Würfe unserer Gegner entschärfen. So konnten wir die erste Hälfte mit 15:10 für uns entscheiden.

In der zweiten Hälfte starteten wir gut und ambitioniert. Auch unser „Anfänger“ Vlad – teils noch nicht ganz regelsicher..;-)) – konnte sein erstes Tor für uns erzielen, was alle Jungs freute. Insbesondere Petar und Jeremy spielten heute sehr stark auf, so dass wir nach 50 Minten mit 25:20 führten. Es wurde dann noch 10 Minuten weitergespielt. Nun merkte man den Jungs die Tagesstrapazen und die mangelnde Praxis doch an, so dass die Gastgeber aufholen konnten. Nach 60 Minuten stand ein 30:29-Sieg für uns. Insgesamt ein verdienter Sieg – insbesondere, wenn man die Aufstellung und Umstände beachtet. Wir waren sehr zufrieden.

Wie durch ein Wunder, fanden die Jungs dann doch wieder Kräfte, um eine einstündige Lasertag-Session erfolgreich zu absolvieren. Ein gelungener Abschluss für einen tollen Tag. Am Ende waren dann alle erschöpft und hochzufrieden in der Unterkunft angekommen.

Der folgende Tag begann mit dem Besuch des „Illuseums“, in der ein Haufen optischer Täuschungen auf uns wartete. Eine kurzweilige Stunde für die Jungs. Danach mussten wir gleich wieder zum Testen gehen, weil am späten Nachmittag ein 4er-Turnier auf uns wartete.

An diesem Turnier nahmen die beiden Berliner Verbandsligisten SG OSF Berlin und CHC (Charlottenburger Handballclub) sowie der hoffnungsvolle mD-Kader der SG OSF teil.

Im ersten Spiel trafen wir gleich auf die stärkste Mannschaft des Turniers, der mC der SG OSF. Im Vergleich zum BHV steht diese Mannschaft auf einer Höhe mit dem TSV Schleißheim und TSV Allach.

Die ersten 10 Minuten der 20minütigen Spielzeit konnten wir mit 7:7 noch offen gestalten. Dann setzten uns die Jungs der SG immer mehr unter Druck mit ihrem sehr dynamischen und offensiven Abwehrsystem und einem starken Zug zum Tor im Angriff. Die Breite des Kaders war extrem gut.

Am Ende verloren wir klar mit 9:16. Diese Niederlage war – auch im Hinblick auf unseren Vor-Ort-Kader – erwartbar. Auch in Bestbesetzung hätten wir die Partie im besten Falle länger ausgeglichen gestalten können. Petar, Jeremy und Lukas setzten in diesem Spiel die Akzente für uns. Alessio zeigte einige gute Aktionen.

Im nächsten Spiel spielten wir gegen die mD des OSF Berlin. Man muss allerdings zugestehen, dass man dies von Außen nicht unbedingt erkennen könnte. 3-4 Spieler unseres Team waren da eher körperlich unterlegen..;-)). Der Beginn der Partie war ausgeglichen (3:3). Schnell war klar, wo die „Sahneseite“ unseres Gegners lag. Nach einer Umstellung der Abwehr bekamen wir den Gegner besser in den Griff. Nach 20 Minuten haben wir mit 18:13 gewonnen. Diesmal agierten wir im Team ausgeglichener, so dass hie niemand besonders hervorgehoben werden muss.

Auf Basis der vorherigen Ergebnisse war klar, dass das Spiel gegen den CHC sehr ausgeglichen sein würde. Zwischen dem Spiel 2 und 3 gab es keine Pause für uns, so dass wir noch einmal die letzten Kräfte mobilisieren mussten. Alessio startete mit guten Paraden in die Begegnung. Leonard und Petar setzten sehr starke Akzente und sicherten nach 13 Minuten eine 13:10-Führung. Dann knickte Jeremy auch noch der Fuß um, so dass er verletzt ausfiel. Ein weiterer Ausfall eines Leistungsträgers, den weitere unerfahrene Spieler ausgleichen mussten. Der Gegner nahm dann Petar per Manndeckung aus dem Spiel. Trotzdem zeigten die Jungs in dieser Phase genau das, an dem wir seit Monaten arbeiten: „Mentalität“. Es stellte sich ein unbedingter Siegeswille ein. Petar, Leonard, Lukas und unser „Anfänger“ Vlad (der sein zweites Tor reinhämmerte), spielten variabel zusammen, fanden immer wieder Lösungen und Lücken. Auch in der Deckung wurde gekämpft. Jeremy supportete auf einem Bein, was die Stimme hergab. Theo, Karl und Sinan hielten ballsicher den Ball im Spiel. Am Ende stand ein 19:17-Sieg und die Jungs waren megazufrieden mit ihrem Auftritt. Und womit? Mit Recht…. Am Ende reichten 4:2 Punkte und 46:46 Tore zu einem 2. Platz und wir fuhren K.O. in unsere Unterkunft. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an unsere Gastgeber, die alles toll organisiert haben. Es gab Verpflegung und eine hervorragende Erstversorgung bei Jeremys Verletzung. Ein großartiges Erlebnis für uns, was nach einer Wiederholung schreit.

Ein gemeinsamer Lieferando-Abend mit „Big Mama“, KFC und Nutella rundeten diesen Tag für das Team ab.

Am Freitag stand nun die Rückfahrt an. Nach Frühstück, Zimmer aufräumen und Packen, ging es nochmal auf Sightseeing-Tour (Brandenburger Tor, Bundestag, Regierungsviertel), bevor am Bahnhof der letzte Proviant besorgt wurde. Mittelmäßig ausgeschlafen, aber hochzufrieden mit unserer sportlichen Leistung und dem Repräsentieren des FCB in Berlin, kamen wir in München am Abend an. Wer sich noch ein paar Eindrücke von unserem Trip anschauen möchte, kann auf unserem Instagram Account „fcb_handball.mc“ noch viele lustige Snapshots und Infos finden.