
Der nächste Stopp meiner Entdeckungstour durch München führte mich zur berühmten Frauenkirche, dem Dom „Zu Unserer Lieben Frau“. Hast du Lust, mit mir gemeinsam einen Blick über die ganze Stadt zu werfen und einer alten Legende auf den Grund zu gehen?
Die Frauenkirche ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Münchens. Der spätgotische Dom stammt aus dem 15. Jahrhundert und prägt seit vielen hundert Jahren das Stadtbild. Schon von weitem sieht man die beiden großen Türme mit den runden „Hauben“ oben drauf, sie sehen fast aus wie riesige Hüte. Spannend ist, dass die typischen Hauben die Türme erst 36 Jahre nach der Fertigstellung der Kirche aufgesetzt bekommen haben, heute kann man sich München ohne sie gar nicht mehr vorstellen!
Wer gerne hoch hinaus möchte, ist hier genau richtig, denn der Südturm ist als Aussichtspunkt für Besucher geöffnet und misst stolze 98,45 Meter. Zehn Jahre lang wurde er renoviert und war nicht zugänglich, doch seit März 2022 kann man endlich wieder hinaufsteigen. Über eine Wendeltreppe und einen Fahrstuhl gelangt man in die Turmstube und dort, fast 99 Meter über der Stadt, kann man aus 16 Fenstern über ganz München schauen, bei gutem Wetter sogar bis zu den Alpen! Im Südturm hängen außerdem sieben riesige Glocken, die dem Dom einen besonderen Klang geben.
Der Nordturm ist mit 98,57 Metern ein kleines bisschen höher als der Südturm. In ihm hängen drei Glocken. Besonders spannend ist das mittelalterliche Tretrad aus der Bauzeit, das hier noch erhalten ist, ein Stück Geschichte, das zeigt, wie die Menschen früher gearbeitet haben.
Auch im Inneren ist die Frauenkirche außerhalb der Gottesdienste für Besucher geöffnet. Wenn man die Kirche betritt, wird es plötzlich ruhig und feierlich. Das ist ein schöner Gegensatz zur lebendigen Innenstadt vor der Tür. Im Inneren gibt es eine prunkvolle Gedenkstätte an die Wittelsbacher, eine alte Herrscherfamilie aus Bayern. Sie ist reich verziert mit Figuren und Symbolen. Unter der Kirche liegt außerdem die Bischofsgruft, was die Frauenkirche zu einem besonderen Ort der Erinnerung macht.
Auch die Musik spielt hier eine große Rolle. Es gibt mehrere Chöre, eine eigene Domsingschule und gleich mehrere Orgeln. An besonderen Tagen kann man die Dommusik hören, viele Stimmen und kräftige Orgelklänge füllen dann den großen Raum.
Ein echtes Highlight für viele ist der Teufelstritt. Das ist ein Fußabdruck im Boden der Eingangshalle, um den sich eine geheimnisvolle Legende dreht. Der Teufel soll mit dem Baumeister der Kirche gewettet haben. Er wollte, dass in der fertigen Kirche keine Fenster zu sehen sind. An einer bestimmten Stelle konnte er wirklich keine Fenster erkennen, denn sie waren von den hohen Säulen verdeckt. Vor Freude stampfte er mit dem Fuß auf den Boden, und genau an dieser Stelle soll der Abdruck entstanden sein. Ob man diese Geschichte glaubt oder nicht, den Abdruck zu suchen und zu entdecken macht Spaß und gehört für viele Besucher fest zum Rundgang durch die Frauenkirche.
Mein Besuch in der Frauenkirche war voll von spannenden Legenden, beeindruckender Geschichte, Musik und einem großartigen Blick über die Stadt. Meine Tour durch München geht nächste Woche weiter. Freust du dich schon darauf, den nächsten Ort gemeinsam mit mir zu erkunden?
Bis bald,
dein Berni!
