Berni auf dem Opernplatz.

Bernis City Tour

Opernzauber am Max-Joseph-Platz

In München gibt es Orte, an denen man das Gefühl hat, mitten in einer riesigen Theaterkulisse zu stehen. Einer davon ist der Opernplatz, eigentlich Max-Joseph-Platz genannt, direkt vor der Bayerischen Staatsoper. Hier treffen sich Opernfreunde, Stadtbummler, Touristinnen und Kinder, die einfach staunen möchten. Hast du Lust auf einen kleinen gemeinsamen Rundgang?

Der Max-Joseph-Platz liegt genau zwischen der Staatsoper, der Residenz und dem Residenztheater. Rundherum stehen beeindruckende Gebäude, wie das Portal der Oper, die lange Fassade der Residenz, das elegante Palais der ehemaligen Hauptpost und die alten Bürgerhäuser der Residenzstraße. Zusammen bilden sie einen Platz, der fast so aussieht, als wäre er extra für eine große Aufführung gebaut worden, nur dass man hier nicht im Saal, sondern unter freiem Himmel steht.

In der Mitte des Platzes sitzt König Max I. Joseph, der erste König von Bayern, auf einem Thronsessel. Als Statue schaut er auf all die Menschen hinab, die hier jeden Tag vorbeilaufen, auf dem Weg zur Oper, zur Residenz oder einfach auf ihrem Stadtspaziergang. Besonders spannend ist, dass der König hier nicht stolz auf einem Pferd oder stehend dargestellt ist, wie es früher bei Herrschern üblich war, sondern ganz ruhig sitzend. In seiner linken Hand hält er das bayerische Zepter, und die rechte Hand streckt er schützend und segnend über München und Bayern aus. So zeigt das Denkmal, dass er sich um sein Land kümmern wollte, fast wie ein Vater, der auf seine Familie achtet.

Der Platz, auf dem der König heute sitzt, sah lange Zeit völlig anders aus. Früher stand hier ein Kloster der Franziskanermönche. Als Anfang des 19. Jahrhunderts ein großes Nationaltheater gebaut werden sollte, wurde das Kloster abgerissen, um genügend Platz für das neue Opernhaus und den davorliegenden Platz zu schaffen. Der Max-Joseph-Platz wurde so entworfen, dass er wie ein Schlossvorplatz für die Musik wirkt – feierlich, weit und ideal, um viele Menschen zu empfangen, bevor sie eine Aufführung besuchen.

Heute ist der Max-Joseph-Platz nicht nur voller Geschichte, sondern auch ganz praktisch. Direkt unter ihm befindet sich eine Tiefgarage mit vielen Stellplätzen. So können Besucherinnen und Besucher mit dem Auto anreisen, ohne dass oben der ganze Platz mit Fahrzeugen zugestellt ist. Oben bleibt Platz zum Spazieren, Staunen und Warten auf die nächste Opernvorstellung. Besonders spannend ist es, vor einer besonderen Aufführung hier zu sein, denn dann sieht man hier Menschen in schicken Kleidern und Anzügen, die sich vor der Oper treffen, miteinander reden und gespannt auf den Beginn der Vorstellung warten. Manchmal spielen Straßenmusiker in der Nähe, und das passt wunderbar zum Opernflair des Ortes.

Wenn man sich einen Moment Zeit nimmt und mitten auf dem Platz stehenbleibt, kann man sich gut vorstellen, wie es hier vor über 150 Jahren gewesen sein könnte: Kutschen rollen vor, die Räder klappern auf dem Pflaster. Damen und Herren mit Hüten und langen Kleidern steigen aus, gehen die Stufen zur Oper hinauf, und hinter ihnen leuchtet die Opernfassade.

Mein Besuch am Opernplatz war für mich wie eine kleine Reise in die Welt der Könige und der großen Bühne. Die Mischung aus Opernhaus, Residenz, Theater und Denkmal macht diesen Ort zu etwas ganz Besonderem in der Münchner Innenstadt.

Ich freue mich schon darauf, bald den nächsten Ort in München zu entdecken und mit dir zu teilen. Ich hoffe natürlich, dass du wieder mit dabei bist, wenn ich weiter auf Entdeckungstour gehe.

Ich schicke dir eine bärenstarke Umarmung und bis bals,
dein Berni!

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