
Ein neuer Tag, ein neuer Stopp auf meiner Stadttour durch München. Diesmal ging es für mich zu einem weiteren Wahrzeichen der bayrischen Landeshauptstadt - dem Siegestor. Komm ich zeig dir, was ich Spannendes über den prachtvollen Triumphbogen herausgefunden habe…
Das Münchner Siegestor bildet den Übergang von der Ludwigstraße zur Leopoldstraße und befindet sich direkt bei der berühmten Ludwig-Maximilians-Universität. Im Jahr 1840 beauftragte König Ludwig I. von Bayern den Architekten Friedrich von Gärtner den Triumphbogen zu gestalten. Erbaut wurde das Kunstwerk zwischen 1843 und 1850, nach dem Vorbild des römischen Konstantinbogens.
Auf dem steinernen Siegestor befindet sich eine Bronzeskulptur der Bavaria mit vier Löwen, eine sogenannte Quadriga. Der Blick der Figuren zeigt nach Norden. Aber warum eigentlich? Wenn man heute in diese Richtung blickt, sieht man viele Häuser und Straßen. Im 19. Jahrhundert gab es dort jedoch fast nichts – nur Felder und Wiesen. Die Bavaria schaut also bewusst nach Norden, da von dort früher die bayerischen Soldaten von ihren Kämpfen nach Hause gekommen sind. Deshalb befindet sich auf dem Triumphbogen auch der Spruch „Dem bayerischen Heere“, denn das Tor hieß die Armee damit willkommen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Bauwerk mit der Quadriga schwer beschädigt. Im Jahr 1972 zu den Olympischen Sommerspielen in München kehrte die wiederhergestellte Skulptur auf ihren Platz auf dem Tor zurück. Auf der Südseite befindet sich seit dem Ende des Weltkrieges auch der Schriftzug „Dem Sieg geweiht, vom Krieg zerstört, zum Frieden mahnend“. Die Quadriga ist übrigens richtig schwer und wiegt ungefähr 20 Tonnen – das ist etwa so viel wie ein voll beladener FC Bayern-Mannschaftsbus.
Wer das Siegestor genauer beobachtet, entdeckt an den Wänden Steinbilder, die von unten nach oben eine Geschichte erzählen. An den unteren Reihen befinden sich Szenen aus Kämpfen mit Soldaten und Reitern. Weiter oben lässt sich genau das Gegenteil bestaunen – Kreise, sogenannte Medaillons, die friedliche Bilder und Symbole aus verschiedenen bayerischen Regionen zeigen. Das Münchner Wahrzeichen verbindet somit eine lange Geschichte mit Kunst und ist ein Symbol für den Frieden geworden.
Und heute? Wo einst viele Grünflächen waren, liegen heutzutage hinter dem Siegestor Cafés und Geschäfte, während moderne Gebäude in den Himmel der Großstadt ragen. Es hat sich also einiges verändert. Doch was bleibt, ist ein Wahrzeichen mit einer besonderen Vergangenheit, welches das Stadtbild entscheidend prägt.

Was für ein schöner Tag. Ich habe heute so viel gelernt und bin der Geschichte des Siegestores auf den Grund gegangen. Ich freue mich schon total auf meinen nächsten Stopp in München. Was mich dort erwartet, erfährst du in der nächsten Woche!
Bleib neugierig, dein Berni!
