Berni mit vielen Gebäuden im Hintergrund.

Bernis City Tour

Stadtabenteuer im Werksviertel

Zum letzten Stopp meiner Entdeckungstour durch die bayerische Landeshauptstadt geht es in eine Ecke Münchens, die ganz anders aussieht als viele andere Orte, die ich dir bisher gezeigt habe. Ich bin im Osten der Stadt unterwegs, beim Ostbahnhof und dort wartet ein Viertel auf mich, in dem man viel Neues entdecken kann: das Werksviertel. Hier treffen Vergangenheit und Zukunft aufeinander und genau das macht diesen Ort so spannend!

Auf den ersten Blick wirkt es, als hätten viele kreative Köpfe gemeinsam ein Stadtviertel geplant, das ein bisschen wie ein großer bunter Spielplatz ist. Doch bevor hier Häuser, Riesenrad und Kletterhalle standen, sah es ganz anders aus. Früher war das Gelände voll mit Fabriken und Lagerhallen. Im heutigen Werksviertel stand einmal die große Pfanni-Fabrik. Hier wurden Kartoffeln verarbeitet und zu Kartoffelpüree, Knödeln und anderen Produkten gemacht. Später wurde aus dem ehemaligen Industriegelände ein Ort zum Feiern, wo Konzerte und Flohmärkte die Menschen anzogen. Heute ist das Gelände wieder verändert, denn daraus ist ein modernes Zukunftsviertel geworden.

Auf diesem ziemlich großen Gebiet, ungefähr 39 Hektar, gibt es rund 1.150 Wohnungen und etwa 7.000 Arbeitsplätze. Dazu kommen neue Wohnhäuser, Büros, Hotels, Restaurants, Geschäfte, eine Grundschule und sogar ein Konzerthaus, in dem später einmal große Musikveranstaltungen stattfinden sollen. Das Werksviertel ist wie eine kleine eigene Stadt im Osten Münchens.

Was einem direkt ins Auge fällt ist das Riesenrad „Umadum“. Es ist 78 Meter hoch und gilt als größtes transportables Riesenrad der Welt. Von ganz oben kann man über München schauen und bei klarer Sicht sogar die Alpen erkennen.

Berni steht vor einem Riesenrad.

Wenn ich durch das Werksviertel spaziere, fallen mir außerdem sofort die besonderen Gebäude auf. Viele sehen ganz anders aus als die Häuser, die man aus der Innenstadt kennt. Manche wirken wie gestapelte Bausteine, andere wie Kunstwerke aus Glas und Metall. Das Besondere am Werksviertel ist, dass man die Vergangenheit noch erkennen kann, denn alte Hallen stehen neben modernen, teilweise ziemlich ungewöhnlichen neuen Gebäuden.

Besonders cool ist ein ehemaliges Kartoffelsilo, das zu etwas ganz Neuem geworden ist. Heute befindet sich darin eine Kletterhalle mit einer rund 30 Meter hohen Kletterwand. Wo früher Kartoffeln gelagert wurden, hängen jetzt bunte Griffe an der Wand, und Kletterfans arbeiten sich Stück für Stück nach oben. Dadurch zeigt sich sehr gut, wie sich das Werksviertel verändert hat.

Auf der Dachterrasse eines anderen Gebäudes gibt es sogar eine kleine „Stadt-Hochalm“. Dort leben tatsächlich Tiere mitten in München, wie zum Beispiel Hühner. Das ist wirklich ungewöhnlich für eine Großstadt.

Auch die Straßen im Werksviertel wurden neu angelegt und erzählen ihre eigenen Geschichten. Manche Namen erinnern an die frühere Nutzung, zum Beispiel „Am Kartoffelgarten“, oder ehren Künstler. So merkt man schon beim Lesen der Straßenschilder, dass hier Industriegeschichte und Kultur mit dem modernen Stadtleben verbunden werden und allein beim Lesen der Straßenschilder kann man viel lernen

Mit diesem spannenden Besuch im Werksviertel ist mein Stadttour-Tagebuch erst einmal gefüllt! Damit endet unsere gemeinsame Entdeckungstour durch München. Ich hoffe, dir haben die vielen schönen Ecken der Heimatstadt unseres Herzensvereins gefallen!

Ich schicke dir eine bärenstarke Umarmung und bis bald, dein Berni!

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