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50 Jahre Bundesliga-Aufstieg

Das Erfolgs-Team unter der Lupe I

26. Juni 1965: Mit einem 8:0-Auswärtssieg bei Tennis Borussia Berlin erstürmte man im letzten Spiel der Aufstiegsrunde die erst zwei Jahre zuvor neugeschaffene 1. Bundesliga.

Vier Mal Rainer Ohlhauser, zwei Mal Rudolf Nafziger und je einmal Dieter Brenninger und Gerd Müller trafen vor 15.000 Zuschauern zum verdienten Sieg. Und es war klar: Auch der FC Bayern, der in dieser Saison mit einem Rekordtorverhältnis von 146:32 die Meisterschaft der Regionalliga Süd gewonnen hatte, ist ab nun Bundesligist.

An dieser Stelle erfahren Sie im Zuge der Aufstiegswoche die Kurzportraits der Spieler wie sie 1965 beschrieben wurden. Teil I:

  • Fritz Kosar, Torwart, geb. 7.5.39 – 1,77m, 70kg: Kosar war seinem Kollegen Maier ebenbürtig, allerdings bei Weiten nicht so temperamentvoll – man könnte sagen ein großer Schweiger. Er war verheiratet, hatte ein Kind und ging mit seiner Familie oft ins Grüne. Grün war auch die Farbe seines Torwarttrikots.
  • Werner Olk, Verteidiger, geb. 18.01.1938 – 1,75m, 71,5kg: Ihn als Ersatzmann zu bezeichnen  ist an sich eine Beleidigung. Er war durch diverse Verletzungen stark gehandicapt. Bevor er zum FC Bayern kam, wohnte er in Hannover  und  ist ein begeisterter Autofahrer. Außerdem studierte er am Polytechnikum.
  • Karl Borutta, Läufer, geb. 13.8.1937 – 1,78m, 76kg: Zum Aufstieg seit fünf Jahren bei den Bayern und trug davor das Wappen der Schlkaer Knappen auf der Brust. Er ist verheiratet, hat ein Kind und von Beruf  Werkzeugmacher. Des Weiteren singt er für sein Leben gern, wobei die Kameraden behaupten „Mehr laut als gut“.
  • Norbert Wodarzik, Läufer, geb. 13.08.1937 – 1,78m, 72kg: Begann seine Karriere zunächst als Stürmer ehe er zum Läufer umfunktioniert wurde. Eine schwere Meniskusverletzung warf ihn wieder zurück. Neben seiner aktiven Karriere trainierte er einen Vorstadtclub. Er ist verheiratet und hat ein Kind. Sein Nebenverdienst erwarb er sich als Verkäufer in einem bekannten Sportgeschäft. Allgemein galt er als gefürchteter „Lautsprecher“.
  • Peter Werner, Stürmer, geb. 25.04.1946 – 1,82m, 82kg: Ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent wie Beckenbauer und Nafziger aus der eigenen „Bayern“-Schule. Er war ledig und ein gelernter Schlosser, der moderne Tänze liebt. Sein Trainer rechnet in der folgenden Saison fest mit ihm.
  • Ramiro Blacut, Stürmer, geb. 3.01.1944 – 1,70m, 66kg: Der gebürtige Bolivianer studierte in München und war ein feiner, schneller Techniker, der darauf brennt sich zu bewähren. Trotz kleiner Sprachschwierigkeiten war er unter seinen Kollegen allgemein beliebt.
  • Manfred Schwalm, Stürmer, geb. 03.06.1939 – 1,73m, 69kg: Er wechselte vom VFB Oldenburg in dieser Saison nach München. Allerdings konnte er bis dato noch nicht recht Fuß fassen und musste sich weiterhin gedulden. Er galt als hervorragender Skatspieler.
  • Rudolf Grosser, Läufer, geb. 13.03.1944 – 1,81m, 70kg: Entstammt der Fußballer Dynastie Grosser (Peter, Robert). Er war ein Kaufmännischer Angestellter und leistete zu jener Zeit seinen Militärdienst ab.
  • Manfred Mokosch, Läufer, geb. 18.09.1940 – 1,78m, 75kg: Auch er war ein Kaufmännischer Angestellter und war meistens der „UvD“.
  • Otto Jaworski, Stürmer, geb. 18.06.1941 – 1,75m, 72kg: Der Kämpfertyp stieß vom Bayern Hof zum FC Bayern München und war ein Vertreter von Kühltruhen.
  • Josef Röckenwagner, Stürmer, geb. 09.04.1942 – 1,80m, 81kg: Seinen Militärdienst hatte er bereits abgeleistet als das Münchner Eigengewächs durch Verletzungspecht lange außer Gefecht war.
  • Hubert Windsberger, Verteidiger, geb. 14.04.1945 – 1,78m, 75kg: Der Versicherungsvertreter entstammte aus der FC Bayern Jugend und galt als hart und ausdauernd.
  • Günther Kausen, Stürmer, geb. 04.04.1946 – 1,70m, 65kg: Er war Bankangestellter und ebenfalls ein Eigengewächs

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