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† 25. Januar 2018

Trauer um Hans Georg Gablonsky

Wer für ein einziges Tor kämpft, wie es Hans Georg Gablonsky getan hat, der vereint zahlreiche positive Eigenschaften in seiner Person: Fußball-Fanatiker, Familienmensch und Historiker – all das war der Sohn von Max Gablonsky († 16. Juli 1969), dem ersten Nationalspieler des FC Bayern. Die Nachricht seines Todes ist gleichzeitig jene von einem großen Verlust in der Bayern-Familie. Der Verein trauert um Hans Georg Gablonsky, der am Mittwoch, den 25. Januar 2018, im Alter von 88 Jahren in Mülheim an der Ruhr verstorben ist.

Weit mehr 50 Jahre lang war Hans Georg Gablonsky Mitglied des FC Bayern, den er unter anderem mit dem Andenken an seinen Vater stets mit Leben füllte. Unvergessen ist sein vehementer Kampf für die Richtigstellung der Statistik eines Länderspiels im Jahr 1911. Knapp 100 Jahre nach der Partie stand Max Gablonsky, der am 26. März 1911 beim 6:2 das sechste Tor für die deutsche Nationalmannschaft erzielt hatte, als erster Länderspiel-Torschütze des FC Bayern in den Annalen. Dafür aber musste der Sohnemann jahrelang und an zahlreichen Stellen Beweise erbringen.

Hans Georg Gablonskys wertvoller Vorleistung und letztlich der fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Team der FC Bayern Erlebniswelt ist schließlich zu verdanken, dass dieser Fehler in der Geschichte des deutschen Fußballs aufgedeckt und behoben werden konnte. Das „verlorene Tor“, eigentlich dem Karlsruher Gottfried Fuchs zugeschrieben, wurde Max Gablonsky „zurückgegeben“. Die Familie war stolz.

Mit Beginn der Planungen für die FC Bayern Erlebniswelt bestand mit Hans Georg Gablonsky ein enger Kontakt. Als eine der wichtigsten Quellen unterstützte er die historische Arbeit des FC Bayern. Die Bereitstellung von herausragenden Exponaten – unter anderem dem ersten Ehrenzeichen des DFB für Nationalspieler sowie der ältesten bisher aufgetauchten Ehrengabe des Klubs aus dem Jahr 1908 – war nur ein winziger Teil seiner Verdienste rund um den FC Bayern.

Die Gedanken der Mitarbeiter sind bei der Familie von Hans Georg Gablonsky.