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Die "Schatzkammer" beheimatet auch ganz besondere Ehrengaben

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Es gibt Ehrengaben, die sich in ihrem Stil ähneln und im Archiv des FC Bayern Museums mehr als einmal zu finden sind. Die Hand der Fatima allerdings ist in unserer Sammlung ein echtes Unikat. Sie erinnert an eine vergleichsweise unspektakuläre Partie – das Gruppenspiel in der Champions League bei Maccabi Tel Aviv endete im Herbst 2004 nach einem verwandelten Foul-Elfmeter von Roy Makaay mit 1:0 für den FC Bayern. Aber sie fällt auf in der Schatzkammer – und ist bedeutungsschwer.

Wahlweise Hamsa, Chamsa oder Khamsa wird sie genannt. „Chamsa“ (Arabisch) und  „Chamesch“ (Hebräisch) heißen übersetzt „fünf“ und stehen für die Finger an der Hand. Das Symbol ist in Nordafrika und dem Nahen Osten als magisches Abwehrmittel weit verbreitet. Gefertigt aus diversen Materialien wie Keramik, Holz, Glas, Silber und Gold wird es gerne als Amulett getragen. In Israel gilt die Hand als schützender Glücksbringer, der oft mit kurzen Segenssprüchen versehen ist. Auch die Hand, die seit 17 Jahren in Händen des FC Bayern ist, trägt eine Inschrift.

Unter anderem steht dort: „Sollte ich Jerusalem vergessen, möge meine rechte Hand vergessen werden.“ Und wer des Hebräischen mächtig ist, kann noch mehr Psalme lesen. Die Hand, die in der Mitte ein blaues Auge ziert,kann nämlich sogar geöffnet werden.