So hamma gspuit - 3:0 gegen Hertha

Wia in da guadn oidn Zeit

So hamma gspuit – unter diesem Motto lest Ihr hier nach jedem Bundesliga-Spieltag einen bairischen Spielbericht. Hamma wieda gwunna, wia se des ghert? Oda hamma valuan, wos beim Fuaßboi hoit a moi bassiern ko? Heit vazai ma Eich, wos am viertn Spuidog gscheng is, beim Dreinui dahoam gega d’Hertha.

Da samma scho wieda. Samsdog gega Inglstod, Mittwoch gega Hertha – und jedsmoi gwunna. So sakrisch schee is bloß bei uns dahoam, draußd in Fröttmaning. Vorm Spui waren d’Berliner d’oanzige Mannschaft außer de Unsern, de wos olle drei erstn Spiele gwunna hot. Und da ham’s dann scho dacht, dass vielleicht wos zammgeh kannt. Da erste Sieg vo da Hertha bei uns herunt in Minga seit Neinzehnsimmasiebzge, seit da Müller Gerd damois unser Kapitän war, wei ja da Franz kurz davoa zu Cosmos ganga is? Dramma werd man ja no derfa!

Aber da Dram war boid ausdrammt, mia ham d’Hertha recht schnai katholisch gmacht. Da Carlo hot groß aufgfahrn – und praktisch ois aufn Platz bracht, wos guad und deia ist. An Philipp, an David und an Müller Thomas, unsere drei Mognkrankn, hat da Dokta schee wieda aufpäpplt. De drei ham wieda spuin kenna. Und da Thiago und da Jérôme san a wieda am Plotz gstandn. Da derfst di dann fei scho a bissl fiachtn ois Berliner gega soiche Leit.

Und so hot’s a bloß a guade Viertlstund dauert bis zu unserm erstn Heisl. Da Ribéry Frank hot a bissl mit Oaschal gwacklt, hot d’Abwehr vo da Hertha stehlassn wia da Neireither Felix seine Slalomstangan – und scho is Oansnui gstandn. Des war’s dann aber a bis zua Hoibzeit. Wenn ma uns ehrlich san, hätt’s genauso guad Zwoanui oder Dreinui steh kenna. Mia ham scho a bissl wos hergschenkt. Aber des hamma dann in da zwoatn Hoibzeit nochghoit.

Fündasechzg Minutn warn gspuit, da hot da Carlo olle Bayernfans a narrische Freid gmacht: Unser Robben Arjen is fian Müller Thomas einekemma. Und es hot dann bloß drei Minutn dauert, und scho is Zwoanui gstandn. Da Thiago krampfet am Strafraum am Berliner an Boi, schiaßt aus a paar Metta, und lasst am Jarstein im Heisl vo de Berliner koa Schaas. Und es is no vui scheena worn. Vier Minutn späda: Da Arjen hot’s gmacht! Da beste Holländer vo da ganzn Waid macht, wos a hoit am bestn ko: Geht links vorbei an de Berliner, haut drauf – und schiaßt as Dreinui.

Leit, war des schee! Oa Heisl vom Franck, oa Heisl vom Arjen, es war wia in da guadn oidn Zeit. Und des allerscheenste is: Bei uns is de guade oide Zeit ja de guade neie Zeit, wei mia san heit no vui besser ois wia damois vor fünf, sechs Jahr. Wennst as genau nimmst, war’s as beste Spui unterm Carlo. Mia kennan’s kaum no dawartn, dass am Samsdog in Hamburg drom weidageht! Mia schätzn scho, dass da HSV jetz rechte Manschettn vor uns hot.

Stimma zum Spui

Carlo Ancelotti: „Sauba gmacht. Mia ham uns eineghaut, mia ham guad gspuit. I dad scho sogn, dass des bis jetz as beste Spui vo da ganzn Saison war. Jetzt san a no da Boateng Jérôme und da Robben Arjen zruck. Mia daugt’s grod vo vorn bis hint.“

Arjen Robben: „Mei Liaba, wia a neikemma bin, hob i fei sauba Ganshaut ghobt. Des war ganz was Bsonders. Da woaßt dann, wo dafia dass’d so lang bucklt host. I woaß gar ned, wos i sonst no sogn soi. Mia geht’s grod pfenningguad.“

 Pal Dardai: „De Bessan ham gwunna, do gibt’s nix zum Rumdeitln. Mia woitn ned bloß hint drinsteh, aba das hot ned recht highaut. Beim zwoatn und drittn Heisl hamma uns a bissl ogstait, und des war’s dann.“

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