So hamma gspuit - 1:1 gegen Hoffenheim

A schware Partie

So hamma gspuit – unter diesem Motto lest Ihr hier nach jedem Bundesliga-Spieltag einen bairischen Spielbericht. Hamma wieda gwunna, wia se des ghert? Oda hamma valuan, wos beim Fuaßboi hoit a moi bassiern ko? Heit vazai ma Eich, wos am zenntn Spuidog gscheng is, beim Oansoans dahoam gega Hoffenheim.

D’Achtzennneinaneinzga san ois Dritta nach Minga kemma, und ham genau wia mia in dera Saison no koa oanzigs Spui valorn. Da muaß ma dann scho sogn: Ned schlecht, Herr Specht! Letzts Jahr san’s grod no am Boandlkramer vo da Schaufe gsprunga, und jetzad stengan’s am Champions-League-Blotz. Des schaugt uns ganz so aus, ois wissat da junge Nagelsmo Julian mit seine grod amoi neinazwanzg Johr, da junge Hupfa, genau, wos a duad. Und mia ham gwusst: Des werd a schware Partie. Gwinna miassn hätt ma’s trotzdem.

Wennst as mit Eindhoven vagleichst, hot da Carlo gar ned so vui umgstait. Nei drinnad warn da Bernat Juan, da Rafinha, da Thiago und da Costa Douglas. Da Philipp, da David, da Josh und da Müller Thomas ham se dafia ausrastn derfa.

Und es hot glei recht zaach ogfanga. Hoffenheim presst wia a jungs Weibaleit, des wos a Kind kriagt – aba statt am Buam oder am Madl werd’s in da Sechzenntn a Heisl fia’d Andern, fia’d Foischn, fia Hoffenheim. Da Amiri bringt an Boi sakrisch guat eine aufn Demirbay, da Demirbay zündt aus siebzenn Metta drauf, und trifft pfeigrod ins linke Kreizeck. Da Manu konn bloß zuaschaugn, und scho samma hint. Ja Himmiherrschaftszeitn! Aba schee gmacht war’s scho, a Heisl zum Zungaschnoizn. A wenn’s weh doa hot.

D’Hoffenheimer ham se dann denkt: Des daugt uns fei in Minga, do schiaß ma ja glei no oans – aber gottseidank ins foische Heisl. Vieradreißigste, schee vom Alonso Xabi auf’n Arjen, und scho hamma a rechts Durchanand hintn drinnad bei Hoffenheim. Da Costa Douglas bringt dann an Boi pfenningguad vors Heisl, da Zuaber mecht auframma, und trifft stangalgrod ins eigene Kistl. Wobei ma sogn muaß: Da Lewy is hinta eahm scho parat gstandn. Und mia schätzn, dass a troffa hätt. Aber bittschee, wenn’s Hoffenheim saiba macha wui, dann sogn ma Vagaitsgott!

Zwoate Hoibzeit spui ma wia ausgwechselt, vui bessa – machan aba ned ums Varrecka a Heisl. Und wos am Schluss bassiert, mechst kaum glamm, da kannt man zum Zornbinkl wern: Zerst trifft da Hummels Mats an Pfostn. Und in da Nachspuizeit steht da Müller Thomas frei vorm Heisl – und schiaßt genau a so ans Hoiz. Normal macht a den nachts um hoibe viere, wennstn aufweckst. Aba wenns ned lafft, dann lafft’s ned. Mia dadn sogn: In vier Wocha hot da Thomas wahrscheins seine vier, fünf Heisl in da Bundesliga gschossn, dann lacht a drüber. Aba am Samsdog hot’s eahm scho sakrisch gstunga. Bluadiga Hennadreg! Er deaf jetzt zur Nationalmannschaft. Und dortn guit: Ziagt’s Eich warm o, San Marino, da Thomas hot wos zum Nochhoin!

Stimma zum Spui

Carlo Ancelotti: „In da erstn Haiftn hamma uns recht plogn miassn. Do is ned vui zammganga, wenn ma uns ehrlich san. D’zwoate Hoibzeit hot se dann segn lassn kenna, des war a ganz a andara Fuaßboi, mia ham uns vui mehr neighängt. Wennst ois zammad nimmst, hätt ma scho gwinna kenna. Aber so ganga de Gang: Es gibt hoit so Dog, do soi’s ned sei.“

Mats Hummels: „Hoffenheim hot glei gspuit wia aufdraht, und mia san ned hinterher kemma. Des muaß ma scho zuagebn. Nach’m erstn Heisl hamma uns zammgrissn, und in da zwoatn Hoibzeit hätt ma an Deggl draufmacha miassn. Zwoamoi Pfostn, so scheene Schaasn – aba am Schluss hot’s uns dann doch in’d Hand gschissn.“

Julian Nagelsmann: „Do gibt’s nix zum Rumdeitln – wenn Bayern gwunna hätt, hätt se bei uns neamads aufregn derfa. Des war a scheena Fuaßboi vo de Mingara, da ham’s gscheid Gas gebn, und wir san hint nimma ausse kemma. Und dass des dann ned unsa Spui is, des wiss ma saiba guad gnua. Oiso sogn ma Dangschee, Hawedeehre, den Punkt nemma gern mit hoam.“