So hamma gspuit - 4:1 gegen Freiburg

Pfiat's Eich God!

So hamma gspuit – unter diesem Motto lest Ihr hier nach jedem Bundesliga-Spieltag einen bairischen Spielbericht. Hamma wieder gwunna, wia se des ghert? Oda hamma valuan, wos beim Fuaßboi hoit a moi bassiern ko? Heit vazai ma Eich, wos am vieradreißigstn und letztn Spuidog gscheng is, beim Vieroans dahoam gega Freiburg.

Jetz war’s oiso so weit. Jetz war a do, da Dog, auf den ma uns scho so lang gfreit ham. Und da Dog, vor dem ma scho so lang Boin ghabt ham. Meisterfeier, mitm Weizn umanandpritschln, auffe auf’n Rathausbalkon, am Himmevatta ganz nah – so schee scho! Ma kannt se richtig dro gwohna! So vui Fuaßboifans in ganz Deitschland mechatn des oa oanzigs Moi dalebn. Und mia drunt in Minga ham des quasi jeds Jahr. Herrschaftszeitn, geht’s uns guad!

Heia war aber ois a bissl anders – wei unser Philipp, genau wie da Xabi und da Tom, as letzte Moi in seim Lebn fia Bayern am Rasn drom gstandn is. D’letzte Moastaschoin fian Philipp – so schee, und a ganz schee traurig. Do muaß ma dann glei an’d Spiders denga: „Wer werd denn woana, oh, Baby Blue! Mit so scheene greane Augn wia du uh uh!“ (D’Augnfarb hamma g’ändert, grea is vui scheena). An Spieler wia an Philipp, den gibt’s bloß olle heilign Zeitn amoi, und wer do blecka muaß, der braucht se ned scheniern.

Oiso sogn ma: Pfiat di, Philipp, Pfiat di, Xabi, Pfiat di, Tom! Und, logisch: Pfiat di, Holger! Mia wern Eich nia ned vagessn! Und so war’s a Dog wia auf da Achterbahn am Oktoberfest – de ganze Zeit auffe und wieder nunter, mit oim Drum und Dro. Aber wei da Bayer ja a Filosof is, woaß a ganz genau: „D’Zeit bringt’s, d’Zeit nimmt’s!“ Und: „So genga de Gang.“ D’Zeit bleibt fia neamads steh, und fia jedn Spieler kimmt irgendwann as letzte Spui. Des war beim Franz so, beim Gerd, beim Sepp, oder zletzt beim Basti. Des duad erst amoi hundsmisarablig weh, da lasst ma an Fotz hänga, aber des ghert zum Lebn dazua. Wichtig is, dass unsre Buam nachm Fuaßboi was Gscheids zum Doa ham, und dass bei uns, bei Bayern, ebs Gscheids nachkimmt. Und da schaugt’s ja ned ganz so vakehrt aus.

Und wenn ma uns ehrlich san: Schee war’s scho am Samsdog! Zerst d’Schoin, fia de wo unsre Buam as ganze Jahr bucklt ham. Dann as Weißbierpritschln, a bluadige Sauerei, aber jeds Jahr wieder a Fetzngaudi. Des muaß gscheid stinga, des muaß gscheid bappa, sonst guit’s ned! Und dann nüba zum Marienplatz – am Fendrich Raini sei „Bergwerk“ fian Philipp, recht vui mehra Ganshaut geht ned. Und da Carlo, unser Rasen-Pavarotti, mit am italienischn Liadl, des wo auf Deitsch „D’scheenstn Jahr vo unserm Lebn“ hoaßt – da werd a recht ham. Ma kannt sogn, im Singa dad unser Trainer ned Deitscha Moasta wern. Aber wenn Deitschland nächsts Jahr fian Grand Prix drunt in Portugal an Sänger suacht, der wos mehr ois wia bloß sechs Punkte hoit, dann kannt ma leicht an Carlo schicka. Er hot ja heia sogar zwoaradachzg Punkte ghoit! 

De letztn drei davo am Samstag gega Freiburg. Mach ma’s kurz: Da Xabi hot glei nomoi zoagt, dass ma ned schneller laffa muaß ois wia da Gegner – es langt, wenn ma schneller denkt. Zuckerpassal aufn Arjen, da Arjen ziagt nach links nüba, wos a gern amoi macht, und mia san in da fünftn Minutn Oansnui vorn. Wei se Freiburg nomoi schee neihängt, dauert’s bis zur Viarasiebzigstn, bis’ Zwoanui steht: Da Robben aufn Vidal, und da Arturo schiabt an Boi eine. Zwoa Minutn späda macht unser oida Spezi, da Petersen Nils von Norddeitschland drom, as Zwoaoans. Aber des lass ma uns ned zwoamoi sogn. Und in da Nachspuizeit (da treff ma eh am liabstn) machan da Ribéry Franck und da Kimmich Josh no as Dreioans und as Vieroans. Da Xabi und da Philipp warn da schon nunta vom Plotz – wia de zwoa ganga san, hamma nomoi an’d Spiders denga miassn: „Mitm Frosch im Hois, und Schwammerl in de Knia.“ Pfiat’s Eich God, Buam!

Stimma zum Philipp

Karl-Heinz Rummenigge: „Jemads wia an Lahm Philipp, den werd’s so schnai nimma gebn. Der ghert immer no zu de Ollabestn auf seiner Position, der kannt leicht no zwoa, drei Jahr weidaspuin. Da Philipp is a ganz a gscheida Mo, der ois is, aba koa Fahndl im Wind. Oiso mia werd a sauba obgeh.“

Uli Hoeneß: „I find’s schod, dass da Philipp jetzad scho aufhert mitm Fuaßboi – a Jahr oder zwoa warn leicht no ganga. Oan wia eahm find ma so leicht koa zwoats Moi.“

Hermann Gerland: „Es duad scho immer weh, wenn Spieler aufhern oder weggeh, mit dene ma so schee zammgarbat hot. Des war beim Schweinsteiger Basti a so, und des is jetzad beim Philipp a so. Da Philipp hot se immer einegspreizt, in jedem Training, und er hot nia jemads ausgricht – friara ned und heit a ned, wo eahm d’ganze Wait kennt. Da Philipp, der is ganz wos Bsonders. Zu eahm konn jeder junge Fuaßballer aufschaugn. Und wennst irgendwann d’beste Bayern-Mannschaft aufstaist, de wo’s je gebn hot, dann kimmst am Philipp ned vorbei.“

Manuel Neuer: „Wos ma aweng stinkt: Wennst da oschaugst, wos da Philipp ois fian deitschn Fuaßboi doa hot, dann hätt a Fuaßballer des Jahres sei miassn, und zwar mindestens oa moi.“