So hamma gspuit - 4:2 gegen Bremen

Drei Kreizl gmacht!

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So hamma gspuit! Unter diesem Motto lest Ihr hier nach jedem Bundesliga-Spieltag einen bairischen Spielbericht. Hamma wieder gwunna, wia se des ghert? Oder hamma valorn, was beim Fuaßboi hoit a moi bassiern konn? Heit vazai ma Eich, was am neinzehntn Spuidog gscheng is, beim Vierzwoa dahoam gega Bremen.

So samma ins Spui ganga

Da Ober sticht an Unter – des guit im Fuaßboi ganz bsonders, wenn mia gega Werder Bremen spuin. Ois mia in da Bundesliga as letzte Moi gega d’Nordliachta valorn ham, war’n vui vo unsre heitign ganz jungan Fans no im Abraham sein Wurschtkessl drinnad. Des war im Zwoadausndachter Jahr. Da Klinsmann Jürgen is damois bei uns am Bankerl drobn ghockt, wia ma dahoam Zwoafünf unterganga san. Und unserne zwoa Heisl ham da Borowski Tim und da Oddo Massimo vo Italien drunt gschossn. Da seggt ma dann, dass des scho a Zeitlang her is. Und damit des so bleibt, dass fia Bremen bei uns nix ausse schaugt, hat da Jupp wieder an Lewy bringa kenna, der wos wieder auf de Fiaß is. Nei drinnad warn a no da Kimmich Josh und da Bernat Juan – wei’s an Alaba David krankheitsmassig a bissl zammgstanglt hat, was im Winter ja scho Moi bassiern konn.

Des is gscheng

Da Kohfeldt Flori, da neie Trainer vo Bremen, hat se dacht: Zum Verliern hamma gwiß nix drunt bei de Mingara. Oiso nemma d’Fiaß in’d Händ, und schaugn, dass ma vierewärts spuin. Und ma muaß sagn: Bled is a ned, da Kohfeldt Flori! Wei mit so vui Kurasch und Arsch in da Hosn hat Bremen bei uns dahoam scho lang nimmer gspuit. Und da damit ham’s uns scho aweng am foischn Fuaß dawischt. Da Kruse Maxl hat scho nach fünf Minutn as Hoiz troffa – stangalgrad an Pfosten hi! Zwanzg Minutn späda ham ma dann koan Massl mehr ghabt: Da Maxl spuit aufn Gondorf, und der muaß an Boi bloß no eineschiabn. Mia Oansnui hint gega Bremen – efter Moi was Neis!

Danach samma aber besser einekemma ins Spui – und in da Oanavierzigstn legt da Boa pfenningguad auf aufn Müller Thomas, und unser Pähler macht as Oansoans. Zwoate Hoibzeit hat se aweng zaach olassn. Aber in da Oanasechzigstn war’s dann so weit: Da James findt an Belle vom Lewy, und da Lewy kepfet ei zum Zwoaoans.

Des war’s aber no lang ned. In da Vierasiebzigstn schaugt da Süle Niklas gscheid sparsam – a Mordsdurcharanand vor unserm Heisl, und er macht mit am Eigentor as Zwoazwoa. Jetz hamma dann aber doch gnua ghabt vo dene Krampf: Bloß zwoa Minutn nachm Ausgleich flankt da Müller aufn Lewy – wieder mitm Belle, wieder drin, und mia san Dreizwoa vorn. In da Vieradachtzigstn lupft dann da James an Boi so schee scho aufn Thomas, und da Thomas macht sei hunderstes Heisl in da Bundesliga fia uns. Vierzwoa – hamma oiso do no wos zum Feiern ghabt! Bremen is scho wieder leer ausganga gega uns, aber de miassn se ned schamma. Mia ham uns gscheid einespreitzn miassn, damit ma ums Arschlecka gwinnan. Da hamma fei drei Kreizl macha derfa.

Ja und was hoaßt des jetz?

Nach so am Spui miaß ma uns an da eignen Nasn packa. Des miaß ma besser macha, und des kenn ma a besser macha. Aber: Hau ma a Ei drüber! Mia miassn schaugn, dass ma immer besser in Form kemman bis zur Champions League gega Beşiktaş. In da Bundesliga samma jetz sechzehn Punkte vorn. Des miassad scho mitm Deife zuageh, dass ma im Mai no Triabsoi blasn.

Stimma zum Spui

Jupp Heynckes: "Was Bremen heit gspuit hat, ko se segn lassn. De ham se was traut, de ham uns gscheid tratzt. Mia ham ghudlt, mia war’n z’langsam mit de Fiaß und mitm Kopf. Aber, was ma a sagn muaß: Soichane Spiele muaßt erst amoi gwinna – und des bring ma immer wieder guad hi."

Thomas Müller: "Reschpekt, Bremen, i ziag an Huat! De ham’s guad gmacht, und mia warn grad am Anfang vui z’dramhappert. Aber am Schluss hast dann doch gmerkt: Wenn’s um d’Wurscht geht, dann samma do! Des ändert aber nix dro, dass ma weida gscheid buckln miassn, und dass ma no lang ned so guad san, wia ma gern waratn."