So hamma gspuit - 3:1 in Köln

An Schneid abkafft

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So hamma gspuit! Unter diesem Motto lest Ihr hier nach jedem Bundesliga-Spieltag einen bairischen Spielbericht. Hamma wieder gwunna, wia se des ghert? Oder hamma valorn, was beim Fuaßboi hoit a moi bassiern ko? Heit vazai ma Eich, was am dreiadreißigstn Spuidog gscheng is, beim Dreioans drom bei de Kölner.

So samma ins Spui ganga

Mia bei de Goaßbeck – sogn ma moi so: Es hat in de letztn hundertachtzehn Jahr scho Spiele gebn, bei dene wo’s um a bissl mehra ganga is. Mia auf jedn Foi Erster, Köln auf jedn Foi nunta in d’zwoate Liga – nach Madrid, Himmikruzinesn!, war’s a guads Spui fia unsre Nerven. Aber: Wer dacht hätt, dass mia uns sogn, „eh scho wurscht“, der hat se gscheid brennt, der war am foischn Dampfer. De Unsern beißn immer, und da Jupp wui eh jeds Moi gwinna. Er hat se a ned lumpn lassn, und hat im Vergleich mit Madrid, Kreizdeife!, bloß viermoi dauscht. Nei einekemma san da Rafa, da Javi, da Rudy Bastl und da Evina Franck, unser Bua aus Frankreich, bei seim zwoatn Spui in da Erstn.

Des is gscheng

Mia gebn immer Gas – aber hoit ned immer glei vo Anfang o. In da erstn Hoibzeit samma auf koan greana Zweig kemma, und d’Goaßbeck san uns gscheid auf de Fiaß gstandn. D’Kölner woitn dahoam nomoi zoagn, was kennan, und des ham’s pfenningguad gmacht. Mia san ned bloß oamoi pudlnackert dagstandn. Und nach ana hoibn Stund hat’s dann gschebbat: Da Clemens Christian vo Köln bringt vo links an Boi eine – und unser Süle Niki faischt ins eigene Heisl ab. Des mechst ja ned glamm!

Fia d’zwoate Hoibzeit is dann da Thiago einekemma, und mia ham gnua ghabt vo de Pflanz vo Köln. Unser Mannschaft jetz mit am ganz am andern Gsicht. Da Müller Thomas, unser Treibauf, hätt scho in da Sechsafuchzigstn an Aiffa kriagn kenna, nach am Foul vom Maroh. Drei Minutn späda war’s dann so weit: Scheene Flankn vom Rafa, da Müller bringt an Boi mitm Belle weida, und da James steht fimf Metta vorm Heisl grad recht fias Oansoans. Nomoi zwoa Minutn späda dann fast as Gleiche in Grea – oder besser gsagt, in Rot: Wieder da Rafa, wieder da Thomas, und da Lewy macht as Zwoaoans. Des hat am FC an Schneid abkafft, jetz hamma eahna dann do no in’d Schua neighoifa. Und in da Achtasibbzigstn macht da Coco nach ana Flankn vom James mitm Belle no as Dreioans. Köln hat ois prowiert, Reschpekt, aber in da zwoatn Haiftn hamma’s Spui dann no draht. Und da dro hat a unser oida Spezi, da Pizza, nix mehr ändern kenna, der wos am Schluss zwoamoi an Boi ned an am sauguadn Ulreich Sven vorbeibracht hat. 

Ja und was hoaßt des jetz?

Habt’s es gseng, Leit? Mia ham a nach Madrid, Sacklzement!, unser Buifa no lang ned verschossn. Mia ham no was vor in dera Saison, und mia wern uns fian Jupp bis zur letztn Minutn an Hax ausreißn. Da drauf kennt’s Gift nemma! In Madrid hamma zum Zungaschnoizn gspuit, und am Schluss hat’s uns trotzdem in d’Hand gschissn. Dafia woi ma jetzad as Double hoin, und gega Frankfurt im letztn Spui vom Jupp Pokalsieger wern. Des warat dann as Dipferl am i nach ana narrisch guadn Saison vo unsre Buam.

Stimma zum Spui

Jupp Heynckes: "Vier Dog nach Madrid duast de scho sakrisch hart, dass’d glei wieder Bundesliga spuist. D’Kölner san ja a koane Breznsoiza, de ham uns zerst amoi sauba tratzt. Zwoate Hoibzeit war dann wia ausgwechslt, so mecht i meine Bayern segn. Moasta samma zwar scho lang. Aber mia woin immer no a jeds Spui gwinna. Und jetzt schauma, dass ma an Pokal a no nunta auf Minga hoin."

Mats Hummels: "Wenn ma uns ehrlich san, hamma uns scho recht plogn miassn, dass ma Madrid abbeitln. Woin hätt ma schon woin – aber highaut hat’s in da erstn Haiftn überhaupts ned. Und mia ham uns as Lebn a no saiba schwar gmacht. Zwoate Haiftn hat dann a ganz a andrer Wind gwaht. Und i mechat sogn, dass am Schluss scho de Bessern gwunna ham, oiso mia."