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Ehrenpräsident

Wilhelm Neudecker (†)

Mit Senator Dr. h.c. Wilhelm Neudecker ist der Aufstieg des FC Bayern aufs Engste verbunden. Als der am 24. Oktober 1913 in Straubing geborene Bauunternehmer, der nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich am Wiederaufbau der Münchner Frauenkirche beteiligt war, im April 1962 Präsident des FC Bayern wurde, kickte der Klub in der Oberliga - bei seinem Abschied 17 Jahre später zierten der Weltpokal, der Landesmeistercup sowie je vier Meisterschalen und DFB-Pokale die Vereinsvitrine.

Neudecker, der 1978 mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland geehrt wurde, stellte die Weichen für die späteren goldenen 70er Jahre des FC Bayern. Er verpflichtete Trainer wie Zlatko Tschik Cajkovski und Udo Lattek sowie Spieler wie Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Sepp Maier, Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Paul Breitner.

Der Bundesliga-Aufstieg 1965 war nur eine Etappe auf dem Weg zu einem Weltverein, der 1976 mit dem Gewinn des Weltpokals seinen Höhepunkt fand. Neudecker modernisierte aber auch die Infrastruktur des Vereins. Mit Robert Schwan installierte er den ersten professionellen Manager im deutschen Fußball, unter ihm wurden Geschäftsstelle und Trainingsgelände an der Säbener Straße zusammengeführt.

Neudecker, der von 1975 bis 1986 auch Vorsitzender des DFB-Ligaausschusses war, wurde 80 Jahre alt. Am 24. Dezember 1993 verstarb er in München.