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Der Bomber

Gerd Müller

40 Tore in einer Bundesligasaison – das schafft nur einer: Gerd Müller. 1972 war es, als der kleine, bullige Bayern-Stürmer diesen bis heute gültigen Liga-Rekord aufstellte. Insgesamt gewann er sage und schreibe sieben Mal die Torjägerkrone: 1967, 1969, 1970, 1972, 1973, 1974 und 1978. Zweimal war er Europas bester Torjäger (1970, 1972), zweimal deutscher Fußballer des Jahres (1967, 1969) und einmal sogar Europas Fußballer des Jahres (1970).

All diese Titel gewann Müller mit dem FC Bayern, zu dem er 1964 kam. Zuvor hatte er in seinem Heimatort Nördlingen gespielt, wo er am 3. November 1945 das Licht der Welt erblickt und später eine Lehre als Weber gemacht hatte.

Der Schrecken der Torhüter

Doch Müllers Leidenschaft war schon immer der Fußball. In München gelang ihm der große Durchbruch. Der FC Bayern und Müller passten einfach ideal zusammen. Trainer Zlatko Tschik Cajkovski liebte das Offensiv-Spiel und „kleines, dickes Müller“, wie Tschik seinen Torjäger nannte, konnte das tun, was er am liebsten machte: Tore schießen.

Diese Tätigkeit brachte er zur Perfektion. In unvergleichlicher Weise erzielte er seine Treffer, bald sprach man respektvoll vom „müllern“. Gerd Müller wurde zum Inbegriff des Strafraumstürmers und zum Schrecken der gegnerischen Torhüter. In 427 Bundesligaspielen für den FC Bayern zappelte der Ball 365 Mal im gegnerischen Netz – eine Quote, die bis heute weltweit ihresgleichen sucht. Und nicht zuletzt seinen Toren ist es zu verdanken, dass der FC Bayern Ende der 60er und im Laufe der 70er Jahre eine wahrlich goldene Zeit erlebte.

„Bomber der Nation“ & Titelsammler

Je vier Mal wurde der Bomber der Nation mit dem FC Bayern Meister (1969, 1972-1974) und Pokalsieger (1966, 1967, 1969, 1971), drei Mal gewann er den Europapokal der Landesmeister (1974-1976) sowie je einmal den Europapokal der Pokalsieger (1967) und den Weltpokal (1976). „Ohne ihn wären wir vielleicht heute noch in dem alten Holzhäusl“, urteilte Franz Beckenbauer über seinen alten Mitspieler, der immer bescheiden und ehrlich geblieben ist.

1979 verließ Gerd Müller München und ließ seine erfolgreiche Karriere in den USA bei den Fort Lauderdale Strikers ausklingen. 1992 kehrte er zum FC Bayern zurück und arbeitet noch viele Jahre als Jugend- und Amateurtrainer. Im Strafraum hat er sich immer wohl gefühlt, doch beim FC Bayern ist er zu Hause.