präsentiert von
Menü
Bayerischer Schotte

McInally: 'Ich bin Bayern-Fan'

56 Pflichtspiele, 14 Tore, einmal Deutscher Meister, Supercupsieger und unvergessen: Alan McInally hat sich in seinen drei Jahren beim FC Bayern (1989-92) in die Herzen der Fans gespielt. Und auch er hat den FC Bayern nie vergessen. Aufmerksam verfolgt er bis heute das Geschehen beim deutschen Rekordmeister, sowohl privat als auch als Kommentator beim britischen Pay-TV-Sender SkySports.

Vor dem Rückspiel des FC Bayern gegen den FC Aberdeen hat fcbayern.de mit dem bisher einzigen Schotten im FCB-Trikot gesprochen. Der mittlerweile 45 Jahre alte ehemalige schottische Nationalstürmer gab seine Einschätzung zur Partie ab und machte keinen Hehl daraus, wem er die Daumen drückt: dem FC Bayern.

Das Interview mit Alan McInally:

fcbayern.de: Mr McInally, am Donnerstag spielt Bayern gegen Aberdeen. Für wen schlägt Ihr Herz?
McInally: „Ich hoffe, dass Bayern gewinnt. Ich bin nicht Aberdeen-Fan, ich bin Bayern-Fan.“

fcbayern.de: Wird das Rückspiel eine klare Angelegenheit für den FC Bayern?
McInally: „Fußball ist manchmal komisch, deswegen gibt es keine Garantie, dass Bayern gewinnt. Ich glaube aber nicht, dass Aberdeen solche Chancen wie im Hinspiel bekommen wird. Bei den zwei Gegentoren haben die Bayern hinten nicht gut ausgesehen, aber auswärts kann das im Europapokal passieren. Bayern ist und bleibt einer der Favoriten auf den UEFA-Cup-Sieg.“

fcbayern.de: Wie überrascht waren Sie vom Ergebnis im Hinspiel?
McInally: „Ich war total überrascht. Ich hatte ja sogar auf Bayern gewettet. Ich dachte, sie gewinnen 1:0 oder 2:0, leider ging das Spiel aber unentschieden aus. Das war unglaublich, wir haben uns hier in Schottland alle gewundert. Aberdeen hatte in den zwei Spielen zuvor neun Tore kassiert, auch das Ligaspiel nach dem Bayern-Hinspiel haben sie verloren. Es ist ein Wunder, dass sie gegen Bayern unentschieden gespielt haben. Das Aberdeen von heute ist meilenweit entfernt von dem Aberdeen, das 1983 die Bayern geschlagen hat. Trotzdem muss ich sagen: Aberdeen hat gut gespielt, besser als in den Spielen davor. Aber ich bin auch überzeugt, Bayern hat noch viel mehr im Tank.“

fcbayern.de: Was erwarten Sie vom FC Bayern im Rückspiel?
McInally: „Für Bayern ist es schwer. Sie können nichts gewinnen, sind großer Favorit und stehen unter Druck, keiner gibt Aberdeen eine Chance. Sie müssen dennoch Respekt haben vor Aberdeen und dürften nicht denken, dass sie ganz einfach gewinnen. Sie müssen arbeiten, den Ball laufen lassen und für den Sieg kämpfen.“

fcbayern.de: Luca Toni hat Schottland die EM-Teilnahme verhagelt. Hat man in Aberdeen vor ihm am meisten Angst?
McInally: „Ich glaube schon. Er ist groß gewachsen und hat bisher schon viele Tore für Bayern gemacht. Für mich ist der entscheidende Faktor am Donnerstag aber nicht Luca Toni, sondern das Mittelfeld. Wenn Bayern das Mittelfeld beherrscht und über die Flügel nach vorne kommt, ist Luca Toni noch gefährlicher.“

fcbayern.de: Haben Sie noch Kontakte zum FC Bayern?
McInally: „Ja, manchmal zu Physiotherapeut Atze Gebhard. Normalerweise treffe ich als Champions-League-Kommentator von SkySports regelmäßig auf den FC Bayern, aber in dieser Saison ist das leider anders. Hoffentlich kehrt nächste Saison wieder Normalität ein, so dass ich Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge öfters sehe. Ich habe immer ein gutes Gefühl, wenn ich nach München komme. Leider bin ich nicht oft genug in München, vielleicht zwei oder drei Mal im Jahr.“

fcbayern.de: Sind Sie zum Spiel am Donnerstag in München?
McInally: „Leider nicht. Ich werde zum Spiel Everton gegen Brann ins Stadion gehen. Dort verfolge ich das Bayern-Spiel ein bisschen am Fernseher.“

fcbayern.de: Ihr Tipp für das Spiel?
McInally: „Wenn alles normal läuft, dann macht Bayern drei Tore und Aberdeen höchstens eins, wahrscheinlich keins. Ich tippe auf ein 3:0.“

Das Interview führte: Nikolaus Heindl

Weitere Inhalte