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Torjäger und Dauerbrenner

Zé Roberto will seine Karriere krönen

Seine fünfte Saison spielt Zé Roberto inzwischen beim FC Bayern, 199 Pflichtspiele hat er in dieser Zeit bestritten, drei Mal das Double gewonnen (2003, 2005, 2006) und dennoch hätte er am Sonntag beim 5:0-Sieg gegen Dortmund beinahe eine Premiere gefeiert. In der 81. Minute trennten ihn nur wenige Zentimeter von seinem ersten Kopfballtor im FCB-Trikot - es wäre das i-Tüpfelchen auf einen tollen Auftritt des Brasilianers an diesem Nachmittag gewesen.

„Zé ist in einer super Form“, schwärmte Andreas Ottl von seinem Partner im zentralen Mittelfeld gegen den BVB. Als Balleroberer hat sich Zé Roberto in seiner neuen Mittelfeldrolle in der laufenden Saison bereits einen Namen gemacht, gegen Dortmund agierte er aber deutlich offensiver und füllte damit die Lücke, die durch die Verletzung von Franck Ribéry im FCB-Team entstanden war.

Genußfaktor Zé Roberto

Mit Dribblings und Sprints in die Spitze war Zé Roberto ein ständiger Gefahrenherd für die Borussen-Abwehr. Luca Tonis 4:0 (22. Minute) bereitete er mit einer gefühlvollen Flanke vor, zuvor hatte er das 2:0 (8.) selbst erzielt, es war sein fünfter Saisontreffer. Damit hat der Brasilianer bereits jetzt so viele Tore erzielt wie in seinen vier vorherigen Jahren beim FCB zusammen. Sein persönlicher Saisonrekord - sieben Tore in der Saison 1999/2000, damals noch für Leverkusen - ist in Reichweite.

„Ich will ihn nicht loben, sonst steigt ihm das zu Kopf“, sagte Luca Toni zu Zé Robertos Leistung gegen Dortmund, sein Lächeln dabei verrät: Der Italiener genießt es, mit dem Brasilianer zusammenzuspielen. Ein Genuss ist diese Saison aber auch für Zé Roberto selbst. „Wenige Spieler haben es geschafft, so lange ein solches Niveau zu halten“, sagte der 33-Jährgie am Montagabend in der Sendung „Blickpunkt Sport“ des Bayerischen Fernsehens.

Gelb-Sperre in Frankfurt

Die Rückkehr zum FC Bayern nach einem Jahr beim FC Santos in Brasilien hat Zé Roberto nie bereut. „Mein größtes Spiel ist es, noch einmal mit Bayern Meister zu werden. Das wäre die Krönung meiner Karriere“, ließ er durchblicken, dass er den Herbst seiner Karriere mit Titeln vergolden will.

Dieser Erfolgshunger verleiht dem 33-Jährigen noch einmal Flügel. Mit 2.231 Minuten Einsatzzeit in der Bundesliga ist er der Dauerbrenner im FCB-Kader. Am Mittwoch in Frankfurt muss er aber pausieren, zum ersten Mal in fünf Jahren FCB muss er eine Gelb-Sperre absitzen. Diese Premiere stört ihn aber nicht, ganz im Gegenteil. „Wir haben in der letzten Zeit sehr oft gespielt“, sagte er, „da kommt es mir ganz gelegen, dass ich mich am Mittwoch erholen kann.“ Denn Zé Roberto hat noch viel vor. Er will Titel gewinnen und vielleicht gelingt ihm ja sogar noch ein Kopfballtor.

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