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Rückkehr nach Hamburg

Familie Olic hört jetzt 'Stern des Südens'

Ivica Olic war in diesen Tagen ein gefragter Mann. Bei mehreren Interviews stand er Rede und Antwort, am Freitag kamen eine Telefonkonferenz mit Hamburger Journalisten und anschließend noch die Presserunde mit den Münchnern Medienvertretern hinzu. Und auch sein Trainer suchte das Gespräch mit dem Kroaten. „Wir haben mit ihm über das Spiel von Hamburg gesprochen“, berichtete Louis van Gaal am Donnerstag.

Am Samstag spielt der FC Bayern beim Hamburger SV - für Olic ist es eine Reise in die Vergangenheit. Zweieinhalb Jahre spielte er an der Elbe, ehe er in diesem Sommer ablösefrei an die Isar wechselte. „Es war eine sehr schöne Zeit“, sagte Olic vor seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Erst seit Donnerstag habe er sich gedanklich mit diesem Spiel beschäftigt. „Ich bin ja nicht mehr 20 oder 21 Jahre alt. Von daher ist es ganz normales Spiel für mich“, sagte Olic, der vor elf Tagen seinen 30. Geburtstag feierte.

Der Kroate will sich in diesem Spiel ganz aufs Wesentliche konzentrieren („Wir wollen dort drei Punkte holen“), aber ganz emotionslos wird das Betreten der Hamburger Arena für ihn sicherlich nicht sein. „Ich habe noch viele Freunde und Bekannte dort und telefoniere aus der Mannschaft regelmäßig mit Frank Rost, Joris Mathijsen, David Jarolim und Mladen Petric.“ Wetten über den Ausgang des Spiels hat er keine angenommen, dafür aber einen klaren Tipp abgegeben: „Wir gewinnen 2:1.“

Gerne würde er auch ein Tor schießen gegen seinen Ex-Klub. „Ich will in jedem Spiel treffen, aber wichtiger ist das Ergebnis für die Mannschaft.“ Aus Respekt vor den Hamburger Fans („Ich glaube nicht, dass es Pfiffe gegen mich geben wird“) würde er aber auf allzu großen Jubel verzichten. Olic war in Hamburg Publikumsliebling und ist auf dem besten Weg, das auch in München zu werden. Im August wurde er von den Bayern-Fans bereits zum „Spieler des Monats“ gewählt - auch dank seines nimmermüden Einsatzes auf dem Platz.

Dabei hatten ihn vor der Saison angesichts der großen Konkurrenz im Bayern-Sturm nur die Wenigsten auf der Rechnung. Selbst Louis van Gaal war zunächst skeptisch. „Er kannte mich nicht, aber mittlerweile habe ich ihn überzeugt“, sagte Olic. Seit dem 4. Spieltag gehörte er in jeder Partie zur Startelf, beim 2:1-Sieg gegen Nürnberg am letzten Wochenende erzielte er seinen zweiten Saisontreffer. „Natürlich sind Spieler gegen ihren ehemaligen Klub besonders motiviert“, ließ Van Gaal durchblicken, dass Olic wohl auch in Hamburg beginnen wird.

Stern des Südens in Dauerschleife

Der glaubt derweil, dass er noch besser spielen kann als zuletzt. „Ich bin noch nicht in der Form der letzten Saison.“ 27 Tore hatte er da für den HSV in allen drei Wettbewerben erzielt, ganz zur Freude seiner beiden Söhne Luka und Toni. Beide werden auch am Samstag im Stadion sitzen, dann aber nicht mehr im HSV-, sondern in Papas Bayern-Trikot mit der Nummer 11 auf dem Rücken.

Überhaupt hat sich der Olic-Nachwuchs schon ganz auf die Seite des Rekordmeisters geschlagen. Früher habe er immer im Auto die HSV-Vereinshymne „Hamburg meine Perle“ hoch und runter spielen müssen. Jetzt läuft auf speziellen Wunsch von Toni im neuen Dienst-Audi der Bayern-Song „Stern des Südens“ in Dauerschleife. Olic sagte: „Bis zu unserem Haus nach Ottobrunn hören wir das mindestens 10 Mal.“

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