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Viele Reden, tolle Tore

FCB-Allstars weihen Landauer-Platz ein

Es war der wichtigste Satz unter einer großen Anzahl wichtiger Sätze aus den Reden eines halben Dutzend Laudatoren, mit dem Uli Hoeneß im Dialog mit Moderator Marcel Reif die Bedeutung Kurt Landauers, des dienstältesten FC Bayern-Chefs in vier Amtsperioden zwischen 1913 und 1951 auf den Punkt gebracht hatte. „Wir sind stolz darauf, dass Maccabi seinen Platz unserem Präsidenten gewidmet hat“.

Über 2000 Zuschauer erlebten am Sonntag, wie der jüdische Sportclub Maccabi München der Geschichte seines Landsmannes Kurt Landauer gedachte und seiner neuen Fußball-Anlage den Namen jenes Mannes gab, der den FC Bayern vor, während und nach schwierigen Kriegszeiten geführt und wieder aufgebaut hatte. Und das als Überlebender des Holocaust, der unter den Nazis seine Geschwister verloren hatte.

Kurt Landauer hätte seine Freude daran gehabt, wie die All Stars des FC Bayern, den Kickern von Maccabi ihre Klasse demonstrierten, und sich dabei auch nicht davon stören liessen, dass einer von ihnen Maccabi als Spielertrainer verstärkte. Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der vor ein paar jahren als Trainer in Israel gearbeitet hat, hatte beim 9:1 einen schweren Job gegen die alten Kollegen. Die waren nicht nur zum Feiern gekommen, Paul Breitner, Andi Brehme, Paulo Sergio, Giovane Elber und Co. wollten vor allem eines: Tore schießen, Spaß haben und die Zuschauer unterhalten.

Das war den All Stars zu ihrem Saison-Auftakt am Freitag auch schon in Metzingen gegen BOSS & friends gelungen, eine Auswahl des Bayern-Partners, die sich unter anderem mit Weltmeister Guido Buchwald, Fredi Bobic, Falko Götz, Schwimmstar Paul Biedermann, Show-Moderator Kai Pflaume sowie Sänger Sasha verstärkt hatte. Am Ende hieß es vor einem begeisterten Publikum (fast 4000 Zuschauer) 3:2 für die alten Größen des Rekordmeisters, bei denen Weltmeister Stefan Reuter, die Torjäger-Legende Giovane Elber und Carsten Jancker ihren Einstand gaben.

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