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Altintop gegen Lahm & Co.

Länderspiel im Zeichen des FC Bayern

Gemeinsam kämpfen sie beim FC Bayern um Titel, gemeinsam stehen sie fast täglich auf dem Platz, am Freitagabend (20.45 Uhr) wird die Freundschaft aber ruhen. „90 Minuten lang“, sagte Hamit Altintop fcbayern.de vor dem Länderspiel zwischen Deutschland und der Türkei. „Es ist eher FC Bayern gegen Türkei“, meinte Altintop angesichts von sechs FCB-Kollegen im DFB-Team. „Die Vorfreude ist groß, es ist ein besonderes Spiel.“

Das werden die Spieler schon beim Betreten des Rasens bemerken. Mit 74.244 Zuschauern wird das Berliner Olympiastadion ausverkauft sein, rund 30.000 türkische Anhänger werden erwartet. Beim letzten Heimspiel gegen die Türkei in der EM-Qualifikation (im Oktober 1999 in München) waren die Gästefans sogar in der Mehrzahl gewesen.

'Auf neutralem Platz'

Mit einem echten Heimspiel der deutschen Mannschaft ist auch am Freitagabend nicht zu rechnen. „Ich glaube, man kann es ein Spiel auf neutralem Platz nennen“, sagte Altintop, der zum 60. Mal das türkische Nationaltrikot überstreifen wird. „In Berlin werden viele türkische Anhänger sein. Man muss mal schauen, ob das ein Heimspiel für uns wird“, meinte Bastian Schweinsteiger, der seinen Einsatz wegen einer Verletzung absagen musste.

Philipp Lahm rechnet auf jeden Fall mit einer „super Stimmung im Stadion. Ich weiß, dass uns hier in Deutschland auch viele Türken bei der WM die Daumen gedrückt haben, nachdem sich die Türkei nicht qualifiziert hatte.“ Auch auf dem Platz erwartet der DFB-Kapitän, dass es hoch hergeht. „Hamit hat gesagt, wie heiß die Türkei auf das Spiel ist. Uns geht es nicht anders.“

'Wir wollen ein Zeichen setzen'

Es gehe darum, ein Zeichen zu setzen, betonten beide Seiten vor dem Anpfiff unisono. Das deutsche Team will mit einem Erfolg gegen den größten Rivalen einen großen Schritt Richtung Gruppensieg machen. „Wir wollen vorneweg marschieren“, sagte Lahm. Die Türkei will ebenfalls Ansprüche auf Platz eins in Gruppe A anmelden und sich gleichzeitig nach der verpassten WM mit einem Sieg gegen den WM-Dritten unter den europäischen Spitzenteams zurückmelden. „Es ist ein wichtiges Spiel, das aber noch nicht ausschlaggebend für den Gruppensieg ist. Aber wir wollen auch ein Zeichen setzen“, sagte Altintop.

Beide Teams sind mit zwei Siegen in die EM-Qualifikation gestartet. „Ich glaube, von beiden Seiten ist viel Respekt dabei“, sagte Altintop, der dem DFB-Team die Favoritenrolle überließ. „Man muss realistisch sein. Die deutsche Mannschaft ist schon einen Schritt weiter als wir in der Türkei.“

Wiedersehen mit Hiddink

Mit der Verpflichtung von Guus Hiddink als neuem Nationalcoach hat das türkische Team seine Ambitionen aber unterstrichen. „Die Türken haben einen exzellenten Trainer, das macht sie noch gefährlicher für uns“, meinte Schweinsteiger, „Guus Hiddink hat mit Russland schon ein paar Mal gegen uns gespielt und kennt unsere Stärken.“

Auch Hiddinks Spieler genießen den Respekt der Deutschen. „Von hinten bis vorne arbeitet dort jeder mit und kämpft um jeden Zentimeter, das zeichnet die türkischen Spieler aus“, meinte Lahm. Schweinsteiger sagte: „Sie haben Qualität in ihren Reihen und sind schwer zu knacken.“

Altintop diplomatisch

Und sie haben Hamit Altintop, der in den ersten beiden Qualifikationsspielen jeweils einmal traf, darunter mit einem Volleyschuss von der Strafraumgrenze. „Hamit ist ein Führungsspieler, er besitzt eine unheimliche Leidenschaft. Er darf nicht so gut drauf sein, wie zuletzt“, meinte Schweinsteiger. Altintop blieb diplomatisch: „Ich hoffe, dass es ein gutes Spiel wird und sich am Ende beide Mannschaften qualifizieren.“

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