präsentiert von
Menü
Halle statt Rasen

FCB weicht schlechtem Wetter aus

So schnell kann’s gehen. Während die Spieler des FC Bayern beim 1:0-Heimsieg am Samstag in der Allianz Arena gegen Gladbach bei hochsommerlichen Temperaturen schwitzten, flüchteten sie am Montag vor dem nasskalten Wetter. Um zu verhindern, dass sich die Profis eine Erkältung einfangen, bat Trainer Louis van Gaal seine Mannschaft kurzerhand zum Hallentraining – eine willkommene Abwechslung.

Nach einem rund 20-minütigen Aufwärmprogramm übernahm Fitnesscoach Marcelo Martins das Kommando. Übungen zur Verbesserung der Explosivität und Koordination standen auf dem Programm. Mal sprinteten, mal sprangen die Profis durch die Halle. Mit einem Bein, vorwärts, seitlich, rückwärts. „Wir wollten heute etwas für Körper und Muskulatur machen, nichts mit dem Ball. Das geht drinnen besser als auf dem glitschigen Rasen“, sagte Bastian Schweinsteiger im FCB.tv-Interview.

Langeweile kam keine auf. Im Gegenteil: Die Stimmung im Team könnte besser nicht sein. Schweinsteiger: „Alle sind gut drauf. Wir haben gegen Gladbach zwar nicht gut gespielt, aber gewonnen. Darauf können wir stolz sein.“ Und Luiz Gustavo berichtete: „Anfangs war es richtig anstrengend. Am Ende war dann schon Spaß dabei.“

Als Thomas Müller bei einem Sprint Flügelflitzer Robben an einem Gummiband hielt, scherzte der Nationalspieler: „Jetzt weiß ich erst, wie schnell der wirklich ist.“ Die Kollegen amüsierten sich. Auch Franck Ribéry hat die Lacher auf seiner Seite, als er am Querbalken des Handballtores zu Klimmzügen ansetzte.

Zum Abschluss der rund 75-minütigen Trainingseinheit wurden aus den Fußballern plötzlich Basketballer. Team Deutschland mit Kapitän Philipp Lahm, Holger Badstuber, Andreas Ottl, Toni Kroos, Schweinsteiger und Müller forderte den Rest der Mannschaft um Ribéry und Robben zunächst in einem Korbleger-Wettbewerb, dann in einem Sechs-gegen-Sechs auf zwei Körbe heraus. Ohne Erfolg. Vor allem gegen den starken Altintop war kein Kraut gewachsen. Van Gaal applaudierte immer wieder.

Schweinsteiger analysierte die Niederlage mit einem Augenzwinkern: „Wir sind eigentlich mit der kompletten deutschen Nationalmannschaft angereist. Leider haben wir das Spiel verloren, weil Thomas Müller zu gierig nach eigenen Punkten war.“

Weitere Inhalte