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Erster Trainingstag

Boateng und Usami nehmen die Arbeit auf

Mit den beiden Neuzugängen Jérôme Boateng und Takashi Usami hat der FC Bayern am Sonntag die Vorbereitung auf den LIGA total! Cup in der kommenden Woche in Mainz aufgenommen. Der 19-Jährige Usami und der drei Jahre ältere Boateng, die beide am Freitag zum deutschen Rekordmeister wechselten, nahmen am Vormittag erstmals am Training des FCB an der Säbener Straße teil.

„Ich möchte Jérôme Boateng ganz herzlich bei Bayern München willkommen heißen. Wir sind sehr froh, dass wir es geschafft haben, nach München zu locken“, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger im Anschluss an das Training bei der Vorstellung des deutschen Nationalspielers. Boateng sei „von der ersten Sekunde an Feuer und Flamme“ gewesen, zum FC Bayern zu wechseln, erklärte Nerlinger weiter.

Nach „zähen Verhandlungen“ (Nerlinger) gelang es den Bayern, den Wunschkandidaten bei Manchester City loszueisen. „Dieser Transfer hat Wochen und Monate gedauert, letztendlich sind wir belohnt worden. Wir haben um ihn gekämpft“, so Nerlinger. Boateng soll beim FCB seine Lieblingsposition als Innenverteidiger bekleiden und der Hintermannschaft mehr Stabilität verleihen als in der vergangenen Spielzeit, als die Münchner 40 Gegentreffer hinnehmen mussten.

„Ich bin gekommen, damit die Abwehr sicherer steht“, sagte der Vater von vier Monate alten Zwillingen selbstbewusst. Vor allem die Aussicht auf eine „feste Position“ im Abwehrzentrum hat den 13-maligen Nationalspieler dazu bewogen, nach nur einem Jahr in England nach München zu wechseln. Ob beim Hamburger SV, bei Manchester City oder in der Nationalelf - „immer musste ich hin und her von Position zu Position“, schilderte der U 21-Europameister von 2009 seine Probleme in der Vergangenheit.

Löw gratuliert

Mit guten Leistungen im FCB-Trikot könnten sich Boateng in der bevorstehenden EM-Saison auch neue Perspektiven in der DFB-Auswahl eröffnen. „Für mich ist wichtig, dass ich bei Bayern auf einer Position fest eingeplant bin. Ich glaube, dass ich auch in der Nationalmannschaft jetzt mehr innen zum Einsatz kommen werde“, meinte Boateng. Bundestrainer Joachim Löw habe seinen Wechsel zum FC Bayern befürwortet und ihm eine Glückwunsch-Nachricht geschickt, berichtete Boateng.

Kein Wunder also, dass Nerlinger bei der Präsentation des Modellathleten von einer „Win-Win-Situation“ für beide Seiten sprach. „Wir haben uns verbessert - und für Jérôme ist es ein wichtiger Schritt in seiner Karriere.“ Diesen Schritt will der gebürtige Berliner gleich mit Titeln krönen: „Das ganz klare Ziel sind die Deutsche Meisterschaft und der Pokalsieg. Und mit der Mannschaft kann man auch in der Champions League viel erreichen.“

Lob von Heynckes

Seinen ersten Einsatz für die Bayern könnte Boateng bereits am kommenden Dienstag beim LIGA total! Cup ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Verein Hamburger SV haben. „Ich fahre auf jeden Fall mit. Ob ich spiele, das entscheidet der Trainer“, meinte Boateng, der nach einer Knieoperation Anfang April „überhaupt keine Probleme“ mehr verspürt. Aufgrund der langen Pause habe er „noch einen kleinen Rückstand. Aber ich denke nicht, dass es lange dauert, bis ich mit der Mannschaft auf einem Level bin.“

„Ich habe einen sehr guten Eindruck, er hat sich sehr gut eingefügt in den Trainingsbetrieb“, lobte Trainer Jupp Heynckes seinen Neuzugang mit der Rückennummer 17. Aber auch Boateng hatte nach einem ersten „guten Gespräch“ mit seinem Trainer einen guten Eindruck. „Ich freue mich, dass ich jetzt hier bin und hoffe, dass ich der Mannschaft helfen kann.“

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