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3:3 in der Ukraine

Kroos und Müller retten DFB-Team

Langweilig wurde es Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Manuel Neuer zuhause am Fernseher mit Sicherheit nicht. Während das Bayern-Trio aus Schonungs- bzw. Verletzungsgründen in München weilte, trat die deutsche Nationalmannschaft am Freitagabend zum ersten Testspiel nach der erfolgreichen EM-Qualifikation in der Ukraine an - und kam mit einem blauen Auge davon. Mit 1:3 lag Deutschland zur Pause zurück, ehe Simon Rolfes und Bayerns Thomas Müller die Niederlage beim EM-Gastgeber doch noch verhinderten. Toni Kroos hatte den einzigen Treffer der DFB-Elf im ersten Durchgang erzielt.

In Abwesenheit der Kapitäne Lahm und Schweinsteiger führte Mario Gomez in seinem 50. Länderspiel die deutsche Nationalmannschaft erstmals als Kapitän auf den Platz - quasi als Belohnung für die konstant starken Leistungen des Bayern-Torjägers in den vergangenen Monaten. Zusätzlich zu Gomez standen mit Jérôme Boateng, Holger Badstuber und Kroos drei weitere Bayern-Profis in der Startelf.

Verschnaufpause für Müller

Müller bekam eine Verschnaufpause. Der Offensivallrounder wurde rund 20 Minuten vor dem Ende eingewechselt, Manuel Neuer war erst gar nicht mit in die Ukraine gereist. Bayerns und Deutschlands Nummer eins wird sich am Samstag auf den Weg zur Nationalmannschaft machen und Bundestrainer Joachim Löw dann im Testspiel gegen die Niederlande am Dienstag zur Verfügung stehen. Neuers Vertreter in Kiew war Hannovers Ron-Robert Zieler - der 50. Debütant in der Ära Löw.

Die Ukraine wurde angeführt von Bayerns Sechser Anatoliy Tymoshchuk, der der Denker und Lenker im Spiel des EM-Gastgebers ist und eine starke Leistung zeigte. Zudem stürmte der ehemalige Weltklasse-Spieler und ukrainische Rekordtorschütze Andrej Schewtschenko, der aktuell bei Dynamo Kiew unter Vertrag steht.

Kroos gelingt Zaubertor

Nach anfänglichem Abtasten entwickelte sich eine erste Halbzeit, die es in sich hatte. Die DFB-Elf bestimmte das Spiel, die Ukrainer setzten bei eisigen Temperaturen auf Konterfußball - und überrumpelten die Deutschen, die erstmals unter Löw in einem 3-4-2-1-System antraten. Iarmolenko (28.) und Konoplyanka (37.) brachten die Gastgeber überraschend deutlich in Front. Beim zweiten Gegentreffer marschierte der Torschütze - nach einer deutschen Ecke - rund 80 Meter über den Platz und ließ Keeper Zieler keine Chance.

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