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Würste, Ehrungen und viel Applaus für Neuer

Für viele Fans des FC Bayern war auch in diesem Jahr wieder früher Weihnachten. Denn am zweiten Adventssonntag bescherten Spieler und Verantwortliche des deutschen Rekordmeisters traditionell zahlreiche Fanclubs. Aus rund 500 Bewerbungen wurden diesmal insgesamt 25 Fanclubs ausgelost. Von Hamburg (Schweinsteiger) bis Ahrntal/Südtirol (Contento) schwärmten die Münchner aus, einige hatten aber auch eine nicht ganz so weite Anfahrt. Manuel Neuer zum Beispiel. Die Nummer eins des FC Bayern verschlug es zusammen mit Torwarttrainer Toni Tapalovic nach Denkendorf, eine 2.000-Seelen-Ortschaft rund 20 Kilometer nördlich von Ingolstadt.

Dort hatten die Red White Bombers „das goldene Los“ gezogen, wie André Neumann, der 1. Vorsitzende des Fanclubs, sagte. Zum vierten Mal hatten die Denkendorfer an der FCB-Weihnachtsaktion teilgenommen, jetzt hatte es erstmals geklappt. Und dann gleich so ein Los. „Am Anfang habe ich es gar nicht geglaubt“, erzählte Neumann vom Telefonanruf des FC Bayern neun Tage zuvor. „Seitdem ich es wusste, konnte ich nicht mehr schlafen.“

Es gab ja auch noch viel zu tun. Der große Tag musste genau geplant, der Saal im Gasthof Zur Krone festlich geschmückt werden. Das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen. Schon am Ortseingang wurde Neuer von einem Spruchband „herzlich willkommen“ geheißen. Eine Blaskapelle spielte auf, als der FCB-Torwart vor dem Gasthof vorfuhr, und geleitete ihn nach drinnen, wo alles in Rot und Weiß erstrahlte.

Warmer Empfang

Bayern-Fahnen und -Schals hingen an den Wänden, Luftballons und Girlanden baumelten von der Decke, in den Ecken warfen Strahler rotes Licht, selbst ein Christbaum war in den Farben des FC Bayern geschmückt, auf Kerzen prangte das Bayern-Logo. Und die etwa 360 Fans, die natürlich alle rot-weiße Trikots und Schals trugen, bereiteten dem Gast aus München einen lautstarken und warmen Empfang.

Neumann begrüßte Neuer unter großem Applaus als „die Nummer eins des FC Bayern, die Nummer eins der Nationalmannschaft und für mich die Nummer eins der Welt“. Dann bewies Neuer, dass er nicht nur zwischen den Pfosten eine gute Figur macht. Charmant und schlagfertig beantwortete er zahlreiche Fragen der Denkendorfer Bayern-Fans und war dabei um keine Antwort verlegen.

Der Nikolaus kommt

So erzählte der FCB-Torwart, dass er als Vierjähriger mit dem Fußballspielen begonnen habe und eigentlich Feldspieler habe werden wollen. „Aber der Trainer hat mich ins Tor gestellt, und da bin ich nicht mehr rausgekommen.“ Neuer berichtete von einem Tor, das er in der B-Jugend gegen Borussia Dortmund erzielt habe. Von seinen Vorbildern (Boris Becker, Jens Lehmann, Edwin van der Sar). Von seinen Weihnachtsplänen („Bei meiner Familie im Ruhrgebiet. Danach gehe ich Skifahren.“). Und erzählte, was er von der EM-Auslosung hält („Eine super Gruppe! Wir wissen genau, auf wen wir treffen, und müssen von Anfang an Vollgas geben.“).

Nachdem alle Fragen beantwortet waren, kam der Nikolaus. Neuer musste den Stab des Gottesmanns halten, der für den Bayern-Keeper ansonsten fast nur Lob übrig hatte. Am Ende bekam der FCB-Keeper ein T-Shirt und den Schal des Fanclubs - es war der Auftakt zu einer größeren Geschenkerunde. Höhepunkte waren der Präsentkorb der örtlichen Metzgerei mit Manuel-Neuer-Würsten (Neuer: „Sind da auch die Toni-Tapalovic-Cevapcici drin?“), die Verleihung der Fanclub-Ehrenmitgliedschaft und der Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde. „Bisher sind in diesem Buch Minister, Bischöfe und Michail Gorbatschow verewigt. Jetzt auch der beste Torwart der Welt“, freute sich der zweite Bürgermeister Peter Lehner.

Überraschter Neuer

Ein glückliches bzw. ausdauerndes Händchen bewies Neuer zudem am Kickertisch sowie beim Autogrammeschreiben, wo er eine Stunde lang sämtliche Wünsche der Fans erfüllte. „Ich wurde sehr herzlich empfangen und fühle mich hier sehr wohl. Es macht Spaß“, sagte der 25-Jährige. Den Verlauf des Nachmittags hatte er sich so in etwa vorgestellt, aber ein paar Dinge überraschten ihn doch. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass so viele Leute kommen, dass ich gleich Ehrenmitglied werde und mich ins Goldene Buch eintragen darf.“

Abschließend überraschte Neuer dann einige Denkendorfer, als er bei der Tombola, zu der er unter anderem Torwarthandschuhe und ein Trikot beisteuerte, die Gewinner zog. Nach einem letzten Foto mit der Blaskapelle verließ Neuer zusammen mit Tapalovic nach fast drei Stunden hupend die Red White Bombers. Er hatte nicht nur Ortspfarrer Franz Glötzner („Ich bin zwar kein Bayern-Fan, aber den Manuel mag ich.“) beeindruckt. Hermann Pickl, Gründungsmitglied des Bayern-Fanclubs Denkendorf, sagte: „Manuel Neuer hat alle Erwartungen übertroffen. So ein lockerer Typ! So ein super Mensch! Wir haben ihn in unser Herz geschlossen.“

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