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Pokalspiel in Augsburg

Mit 'voller Konzentration' ins Viertelfinale

Vorhang auf zum finalen Akt 2012. 53 Pflichtspiele hat der FC Bayern einschließlich des Supercup-Finales im zurückliegenden Kalenderjahr bestritten, am Dienstagabend muss der Rekordmeister ein letztes Mal ran, ehe Spieler, Trainer und Verantwortliche den wohlverdienten Weihnachtsurlaub antreten können. Zehn Tage nach dem 2:0-Sieg in der Bundesliga tritt der FCB dann erneut beim FC Augsburg an (ab 20.15 Uhr im FCB-Liveticker), wo er um den Einzug in das Viertelfinale des DFB-Pokals kämpft.

„Wir möchten auch im Pokal überwintern, wollen eine gute Rolle spielen. Das heißt: Wir müssen ins Viertelfinale kommen“, forderte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge einen siegreichen Jahresabschluss und damit den 38. Pflichtspielsieg. Denn angesichts der glänzenden Ausgangslage für die zweite Halbserie in Bundesliga und Champions League soll der Tanz auf drei Hochzeiten mit einem Erfolg im Pokal auch im Jahr 2013 weitergehen. „Dann gilt endgültig: Jahresende gut, alles gut“, so Rummenigge.

„Für uns ist das eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, dieses Spiel zu gewinnen“, meinte auch Sportvorstand Matthias Sammer, der den grippekranken Cheftrainer Jupp Heynckes vor dem Abschlusstraining beim traditionellen Gespräch mit der Presse vertrat. Sammer warnte davor, den FCA angesichts seiner Tabellenposition in der Bundesliga (Platz 17) zu unterschätzen. Der DFB-Pokal sei ein „separater Wettbewerb“ und da werden die Augsburger dem Rekordchampion „alles abverlangen“, ist sich Sammer sicher.

Davon gehen auch die Bayern-Profis aus, die sich schon in der Liga schwer getan haben mit dem kompakten und disziplinierten Auftreten der Fuggerstädter. „Das wird ähnlich wie das Bundesligaspiel“, meinte Toni Kroos und erwartet „dass Augsburg alles macht, rennt und kämpft. Wenn dann am Ende das gleiche Ergebnis herausspringt, können wir damit leben“, hofft Kroos auf eine Wiederholung des 2:0-Erfolgs von vor zehn Tagen.

Sammer fordert 'volle Konzentration'

Sammer weiß, dass der FCA in der laufenden Spielzeit „schon viele Nackenschläge weggesteckt“ hat. Dennoch habe man „nie das Gefühl, dass sie aufgeben. Sie kämpfen die ganze Saison und vermitteln nie das Gefühl von Auflösungserscheinungen“. Darum appellierte Sammer vor dem insgesamt dritten Pokal-Duell mit dem bayrisch-schwäbischem Nachbarn „volle Konzentration“, um einen erfolgreichen Jahresabschluss feiern zu können.

„Die Mannschaft sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass sie das, was sie sich wirklich hart erarbeitet hat, nicht durch eine gewisse Leichtsinnigkeit zu verschenken“, mahnte der Europameister von 1996. Ermüdungserscheinungen angesichts des bisherigen Mammut-Programms befürchtet er hingegen nicht. „Die Mannschaft ist körperlich und psychisch in einer sehr, sehr guten Verfassung“, erklärte Sammer.

Martínez trainiert wieder

Personell stehen Heynckes, der trotz Grippe das Abschlusstraining leitete und auch am Dienstagabend auf der Bank sitzen wird, die gleichen Spieler wie am vergangenen Wochenende beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach zur Verfügung. Also auch Javi Martínez, der nach seiner Augenverletzung und einer kurzen Trainingspause wieder am Mannschaftstraining teilnahm.

Die Augsburger hingegen bangen um den Einsatz von Torhüter Mohamed Amsif und Kevin Vogt. Sollte Amsif ausfallen müsste wegen der Verletzung von Stammkeeper Simon Jentzsch die Nummer 3 Alexander Manninger ins Tor. „Manninger ist ein gestandener Torhüter mit viel internationaler Erfahrung. Ich habe großes Vertrauen in ihn“, äußerte Markus Trainer Weinzierl am Montag und freute sich auf die Partie gegen die Bayern: „Es ist ein toller Abschluss des Jahres.“

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