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'Ich habe großen Ehrgeiz'

Heynckes begrüßt Generationswechsel

Der Auftakt in die zweite Saisonhälfte steht unmittelbar bevor, mit einem Heimsieg am Samstag gegen die SpVgg Greuther Fürth möchte der FC Bayern gleich „ein Ausrufezeichen setzen“ (Kapitän Philipp Lahm) und so seine Spitzenposition in der Liga unterstreichen. Einen Tag vor dem Rückrundenstart fand im Mediencenter des FCB der obligatorische Pressetalk mit Bayern-Trainer Jupp Heynckes statt.

Und natürlich ging es zunächst nicht um die bevorstehende Partie des Rekordmeisters gegen den Tabellenletzten aus Franken, sondern um den im Sommer anstehenden Wechsel auf der Trainerbank von Heynckes zum Spanier Josep Guardiola. „Man kann Pep nur beglückwünschen, dass er sich für den FC Bayern entschieden hat“, sagte Heynckes, der seinen designierten Nachfolger persönlich gut kennt und „sehr schätzt“.

Guardiola 'ein kluger Mann'

Guardiola findet in München „nach dem FC Barcelona die beste europäische Mannschaft vor, die konzeptionell strukturierten, modernen und erfolgreichen Fußball spielt. Er kann das Projekt hier weiterleiten“, so Heynckes weiter. Der ehemalige Barca-Coach sei „ein kluger Mann“, der die um ihn buhlenden Spitzenklubs intensiv analysiert habe. „Und er ist 100-prozentig zu dem Entschluss gekommen, dass er beim FC Bayern die größten Perspektiven hat, Erfolg zu haben.“

Seine eigene Entscheidung, am Ende der laufenden Saison aufzuhören, habe schon während der vergangenen Sommerpause „Form angenommen“, wie Heynckes erklärte. Im Mai wird der erfahrene Fußballlehrer 68 Jahre alt und ein Klub wie der FC Bayern müsse „perspektivisch denken und handeln“. Daher begrüßte Heynckes, dass nun im Sommer ein „Generationswechsel“ zu Guardiola, der am Freitag seinen 42. Geburtstag feierte, vollzogen wird.

Freude und Leidenschaft

Eine Fortsetzung seiner Laufbahn auf der Trainerbank des Rekordmeisters wäre nur dann ein Thema gewesen, wenn der FCB „keine adäquate Alternative“ für seine Nachfolge gefunden hätte. „Ich habe Uli Hoeneß gesagt: Dann können wir uns nochmal zusammensetzen. Sonst mache ich Schluss.“ Ob er seine Karriere als Trainer im Juli endgültig beenden wird, ließ Heynckes noch offen. „Dafür haben wir noch fünf Monate Zeit.“

Bis dahin will er mit dem FCB noch möglichst viele Erfolge feiern. In der täglichen Arbeit mit der Mannschaft ändere sich für ihn persönlich „überhaupt nichts“, stellte Heynckes klar. „Ich übe meinen Beruf mit Freude und Leidenschaft aus. Das werde ich auch in den nächsten fünf Monaten machen“, so Heynckes und betonte: „Ich habe großen Ehrgeiz.“

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