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Fink im Interview

'Vielleicht ist eine Überraschung drin'

150 Bundesligaspiele bestritt er für die Profis des FC Bayern, dazu noch 86 Partien für den FC Bayern II in der Regionalliga Süd. Er wurde Champions-League- und Weltpokalsieger, vier Mal Deutscher Meister und drei Mal DFB-Pokalsieger. Die Rede ist von Thorsten Fink, der nach seiner aktiven Karriere als Trainer durchstartete und über die Stationen Red Bull Salzburg, FC Ingolstadt und FC Basel seit Oktober 2011 beim Hamburger SV tätig ist.

Am Samstag kehrt Fink erstmals als Trainer nach München zurück, wo sein HSV als Tabellen-Achter wichtige Punkte für den Einzug in die Europa League benötigt. Vor seiner Rückkehr nach München sprach der ehemalige Bayern-Profi mit dem Bayern Magazin und verriet dabei: „Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen und auf dieses Spiel.“

Das Interview mit Thorsten Fink

Frage: Thorsten, Sie haben es mit dem Heimspiel gegen den FCA auf Platz drei der HSV-Trainer mit den meisten Bundesliga-Spielen in diesem Jahrtausend geschafft - mit 51 Spielen. Wie interpretieren sie diese Zahl?
Thorsten Fink: „Ehrlich gesagt war mir diese Tatsache noch gar nicht bewusst. Für mich ist es natürlich herausfordernd, diesen begonnenen Weg mit der Mannschaft fortzuführen. Denn eins kann ich mit Sicherheit sagen: Wir haben hier noch viel vor in Hamburg. Und ich bringe definitiv die Motivation und die Ausdauer mit, das fortzuführen und auszubauen, was wir hier in den letzten anderthalb Jahren bereits geschaffen haben.“

Frage: Ihr ehemalige Spieler in Basel, Xherdan Shaqiri, sagte, der HSV sei eine „Wundertüte“. Beim BVB gab es ein rauschendes 4:1, auch beim VfB wurde gewonnen. Dazwischen lagen ein Remis gegen Fürth und nun die Heimniederlage gegen Augsburg. Wie beurteilen Sie diese Schwankungen?
Fink: „Natürlich fehlt uns in dieser Saison noch ab und an die Konstanz. Aber wir sind ja nicht das einzige Team, das daran zu knabbern hat. Ganz im Gegenteil: Nahezu alle Mannschaften hinter Bayern, Dortmund und Leverkusen haben doch mit diesem Problem zu kämpfen. Trotz allem sind wir in der Tabelle noch gut dabei, wir sind mittendrin in der Verlosung der internationalen Plätze. Von daher befinden wir uns momentan in einer aussichtsreichen Position, die uns noch vor einigen Monaten niemand zugetraut hätte.“

Frage: Am Samstag spielen Sie erstmals in München gegen den FCB als Trainer. Ist das etwas Besonderes für Sie?
Fink: „Ich habe 150 Spiele für die Bayern gemacht und mehrere Pokale und Meisterschaften gewonnen - diese Zeit hat mich sicherlich geprägt. Bayern hat mir viel gebracht. Aber ich habe auch viel zurückgegeben. Die Beziehung beruhte auf Gegenseitigkeit. Es war eine erfolgreiche und sehr schöne Zeit, und deshalb kann ich offen sagen: Ja, ich freue mich sehr auf das Wiedersehen und auf dieses Spiel.“

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