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'Für's erste Spiel okay'

FCB will auf dem Auftaktsieg 'aufbauen'

Gegen Gladbach am ersten Spieltag - das ist ja auch schon mal schiefgegangen für den FC Bayern. Vor zwei Jahren zum Beispiel (0:1). Oder 2001, damals auch als amtierender Champions-League-Sieger, als man ebenfalls 0:1 unterlag. Davon erzählte Hermann Gerland Pep Guardiola, ehe der neue Chefcoach des FC Bayern gegen die Fohlen-Elf sein Bundesligadebüt feierte. „Hermann hat mir gesagt, dass Mönchengladbach in den letzten Jahren ein schwieriger Gegner für Bayern war - heute auch“, berichtete Guardiola und atmete auf: „Wir sind zufrieden.“ Denn diesmal ging alles gut. 3:1 (2:1) gewann seine Mannschaft zum Auftakt der 51. Bundesligasaison.

„Wir können zufrieden sein“, fand auch Karl-Heinz Rummenigge, „wir haben verdient gewonnen. Das ist das Wichtigste.“ Das Ergebnis stehe in den ersten Spielen einer neuen Saison im Vordergrund, betonte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern. „Damit Stabilität reinkommt und die Mannschaft das notwendige Selbstvertrauen kriegt.“ Ähnlich sieht das Guardiola: „Wir brauchen die ersten zwei oder drei Ergebnisse für das Vertrauen in uns und in den Trainer. Dann ist Ruhe.“

So gesehen war das erste Bundesligaspiel für Guardiola ein Start nach Maß, wenn auch noch nicht alles perfekt funktionierte, noch nicht perfekt funktionieren konnte. „Es braucht einfach Zeit, die Automatismen reinzubekommen, das hat man heute auch gesehen“, sagte Philipp Lahm, der insgesamt von einer „ordentlichen“ Leistung nach sechs Wochen Vorbereitung unter Guardiola sprach. „Wir brauchen Zeit“, weiß Guardiola, „ein neuer Trainer ist schwierig am Anfang.“

„Man hat heute schon ein bisschen gemerkt, dass es das erste Bundesligaspiel ist und dass noch nicht alles passt“, meinte Manuel Neuer, der insgesamt jedoch von einem „guten“ Start sprach. „Darauf wollen wir aufbauen.“ Vor allem „die erste halbe Stunde war richtig gut“, fand Arjen Robben. Der Holländer erzielte in der zwölften Minute das erste Tor der neuen Saison, kurz darauf erhöhte Mario Mandzukic auf 2:0 (15.).

Gegen Ende der ersten Halbzeit schlichen sich jedoch „einige Dinge“ ein, „die können wir besser machen. Aber das ist normal im ersten Spiel“, meinte Robben. So stand es zur Halbzeit nur noch 2:1: Dante hatte unglücklich ins eigene Tor getroffen (40.). In dieser Phase, insbesondere in der ersten Viertelstunde nach der Pause, bemängelte Guardiola Pressing („Wir haben zu viele Konter erhalten.“) und Spielbeherrschung seiner Mannschaft. „Da hatten wir keine Kontrolle.“ Thomas Müller merkte an: „Wir haben ein bisschen zu viele Tormöglichkeiten zugelassen, das hat jeder gesehen.“

Der WM-Torschützenkönig hatte in der 68. Minute die große Chance, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Er scheiterte jedoch mit einem Handelfmeter an Gladbach-Keeper Marc ter Stegen. „Ich habe einfach die falsche Strategie gewählt“, ärgerte sich Müller, „ich hätte bei meinem System bleiben und einfach den Torwart ausgucken sollen.“ Besser machte es nur eine Minute später David Alaba, der einen weiteren Handelfmeter sicher verwandelte (69.).

Am Ende hieß es so 3:1, Guardiolas erster Bundesligasieg. „Für unser erstes Spiel ist es okay“, meinte der Spanier, „aber ich bin mir sicher, dass wir uns verbessern werden.“ Rummenigge erinnerte daran, dass einige Spieler wegen Confed Cup (Dante, Javi Martínez, Luiz Gustavo) oder Verletzung (Bastian Schweinsteiger, Mario Götze) „noch einen gewissen Rückstand haben“. Er ist daher überzeugt: „Wir werden in den nächsten Wochen noch stärker werden. Ich glaube, wir können ganz optimistisch in die Zukunft sehen“ - was auch ein Blick in die Vergangenheit unterstreicht: Nach dem bis Freitagabend in vier Versuchen einzigen Auftaktsieg gegen Mönchengladbach (3:0, 2005/06) folgte eine Saison, an deren Ende der FC Bayern das Double gewann.

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