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'Sehr groß gespielt'

FCB lässt auch im Pokal nichts anbrennen

Unaufhaltsam eilt der FC Bayern von Sieg zu Sieg. Nach zuletzt vier Erfolgen in der Bundesliga legte der Triple-Sieger der vergangenen Saison auch im DFB-Pokal nach und zog dank eines deutlichen und jederzeit ungefährdeten 5:0 (2:0) beim Hamburger SV ins Halbfinale ein. Dort trifft die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola auf dem Weg zur Titelverteidigung am 15. oder 16. April auf Zweitligist 1. FC Kaiserslautern, der sich überraschend beim Tabellenzweiten Bayer Leverkusen für die Vorschlussrunde qualifizierte.

„Ich bin zufrieden mit der Leistung meines Teams, wir haben sehr groß gespielt“, resümierte Guardiola nach dem Schlusspfiff in der mit 57.000 Zuschauern ausverkauften Imtech-Arena. „Für mich ist es das erste Mal im DFB-Pokal. Viele Leute haben mir erzählt, wie schön es in Berlin ist, und wir sind nur noch einen Schritt entfernt. Das ist schon etwas Besonderes für mich“, blickte Guardiola, der als Spieler und Trainer mit dem FC Barcelona vier Mal den spanischen Pokal gewann, bereits voraus.

Zu dominant für Hamburg

Lange zurückblicken auf die 90 Minuten in Hamburg musste der 43-Jährige nicht, zu dominant agierte sein Team gegen einen verunsicherten HSV, der während der gesamten Spielzeit nicht eine zwingende Torchance verbuchte und am Ende die höchste Heimniederlage in seiner Pokalhistorie hinnehmen musste. Anders die Bayern, die zum 7. Mal in Folge auswärts ohne Gegentreffer blieben und zum 5. Mal hintereinander in die Runde der letzten Vier einzogen.

„In den ersten 20 Minuten war der HSV sehr kompakt und hat aggressiv gespielt. Da haben wir uns schwer getan“, meinte Dante, der kurz nach dem Führungstreffer von Mario Mandzukic (21. Minute) mit seinem ersten Treffer im DFB-Pokal den Halbzeitstand markierte. „Zu Beginn hatten wir ein paar Probleme, aber nach dem 2:0 wurde es etwas einfacher für uns“, befand auch Guardiola. Nach dem Seitenwechsel sorgten Arjen Robben (54.) und Mandzukic (74./76.) für den auch in dieser Höhe verdienten Sieg.

Der Vize-Kapitän ist zurück

„Hamburg hat sehr, sehr defensiv gespielt, ohne echten Stürmer. Die zwei offensiven Mittelfeldspieler haben unsere defensiven gedeckt, da war es nicht so leicht, weil wenig Raum da war. Hinten raus war es dann relativ einfach“, stimmte Kapitän Philipp Lahm mit ein. Und Sportvorstand Matthias Sammer lobte: „Am Anfang braucht man natürlich ein bisschen. Dann haben wir zu unserem Spiel gefunden und es seriös zu Ende gespielt. Die Mannschaft macht das großartig und sehr geschlossen.“

Beinahe noch mehr freute sich Sammer aber darüber, dass Bastian Schweinsteiger nach dreimonatiger Verletzungspause „zurück ist und Javi Martínez wieder gespielt hat. Das tut uns gut. So wollen wir weitergehen.“ Lahm („Die ganze Mannschaft freut sich, dass Basti nach langer Zeit wieder dabei ist“) und Torhüter Manuel Neuer („Schön, dass er wieder auf dem Platz stand“) zeigten sich glücklich über das Comeback des Vize-Kapitäns, der in der 65. Minute eingewechselt wurde.

Klare Ziele in dieser Saison

„Es ist sehr schön, bei der Mannschaft zu sein und so toll empfangen zu werden“, befand der Rückkehrer. „Jetzt kommen die entscheidenden Spiele, wo es auf Kleinigkeiten ankommt. Wir haben natürlich sehr viel Selbstvertrauen. Wir wissen, was wir können, was wir imstande sind zu leisten. Aber wir müssen es auf den Platz bringen.“ Das sieht auch Arjen Robben so: „Wir wollen uns immer weiter steigern, uns weiter verbessern. Wir haben noch klare Ziele in dieser Saison, da müssen wir weiterarbeiten.“

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