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Wiedersehen mit Ex-Klub

Neuer und Rafinha freuen sich auf Schalke

Eins vorneweg: Die Freistoßkünste von Pep Guardiola muss der FC Schalke 04 am Wochenende bei seinem Gastspiel in der Münchner Allianz Arena nicht fürchten. In Anschluss an die Trainingseinheit am Donnerstag beteiligte sich der Trainer des FC Bayern zwar am munteren Wettschießen von Bastian Schweinsteiger, Arjen Robben, David Alaba und Pierre-Emile Hojbjerg, dass der 43 Jahre alte Spanier aber gegen den Revierklub auflaufen wird, ist dann doch eher nicht zu erwarten.

Dafür werden aber zwei alte Bekannte der Schalker mit von der Partie sein: Torhüter Manuel Neuer, der vor seinem Wechsel nach München insgesamt 20 Jahre für die Knappen spielte, sowie Rechtsverteidiger Rafinha, der es immerhin auf fünf Jahre im Schalke-Trikot brachte, ehe er über den Umweg CFC Genua im Sommer 2011 an die Säbener Straße kam. Und beide blicken schon voller Vorfreude auf das Duell mit ihrem ehemaligen Klub.

Schalke nicht unterschätzen

„Natürlich freue ich mich immer, wenn es gegen Schalke geht und ich meine Freunde wiedersehen kann“, meinte Rafinha, stellte allerdings sogleich klar: „Jetzt spiele ich für Bayern und muss alles dafür tun, dass wir gewinnen.“ Auch der Ur-Schalker Neuer freut sich auf das Wiedersehen, warnte aber zugleich vor seinen einstigen Weggefährten: „Ich kenne Schalke natürlich besser als jeder Andere in der Mannschaft, ich kenne die Stärken und die Schwächen. Und ich weiß, dass sie nicht nach München fahren und uns einfach so gewinnen lassen.“

Dass die Schalker am Mittwochabend in der Champions League eine deutliche 1:6-Heimpleite gegen Real Madrid kassiert haben, sollte den seit 47 Ligaspielen unbesiegten FCB nicht in Sicherheit wiegen, darüber waren sich sowohl Neuer als auch Rafinha einig. „Gerade nach so einer Pleite wollen sie ihr wahres Gesicht zeigen“, meinte Neuer. „Die Bundesliga ist wieder ein ganz anderer Wettbewerb. Gestern haben sie verloren, am Samstag können sie aber wieder ein super Spiel machen“, ergänzte Rafinha.

Erst Schalke, dann Südafrika

Daher geht man im Lager des Rekordmeisters auch nicht von einem ebenso klaren Ergebnis aus, wie es die Königlichen aus Madrid den Königsblauen zufügten. „Für uns ist wichtig, dass wir gewinnen. Wenn wir gut spielen und viele Chancen haben, ist es gut. Aber ein 1:0 oder 2:0 reicht auch“, stellte Rafinha klar. Motivationsprobleme sieht der Brasilianer auch nach rund 16 Monaten ohne Niederlage in der Liga und eines klaren 19-Punkte-Vorsprungs auf den ersten Verfolger Bayer Leverkusen keine.

„Bei Bayern musst du immer gewinnen, da gibt es kein anderes Ergebnis. Egal, ob du 20 oder 30 Punkte Vorsprung hast. Jeder Spieler weiß, dass er nicht nachlassen darf. Die Konkurrenz in unserem Kader ist sehr groß, jeder will sich im Training und im Spiel zeigen“, so Rafinha, der mit dieser Einstellung in der laufenden Saison gleich zwei große Ziele erreicht hat. Zum einen hat er sich zum Stammspieler gemausert, zum anderen wurde er jüngst erstmals seit 2008 wieder für die brasilianische Nationalmannschaft nominiert.

„Ich freue mich, dass ich wieder dabei bin“, sagte der 28-Jährige, der sein bislang einziges Länderspiel für den Rekordweltmeister die im März 2008 absolviert hat. Einsatz Nummer zwei soll am kommenden Mittwoch in Johannesburg gegen Südafrika folgen. Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari habe bereits erklärt, „dass er mich spielen lässt. Ich weiß nicht, wie lange, aber das ist für mich nicht so wichtig. Ob eine Minute, oder fünf oder 90 - das ist in jedem Fall super“, meinte Rafinha. „Wenn ich mich da gut präsentiere, habe ich vielleicht eine Chance, zur WM mitzufahren.“

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