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500-Millionen-Marke geknackt

Rekordumsatz und 'ein Fundament wie nie'

528,7 Millionen Euro Umsatz! 16,5 Millionen Euro Gewinn nach Steuern! Die mit dem Double-Sieg sportlich herausragende Saison 2013/14 war auch finanziell außergewöhnlich. „Der FC Bayern kann seinen Mitgliedern ein Ergebnis vorlegen, das es in der Geschichte dieses Klubs bislang noch nie gegeben hat“, verkündete Jan-Christian Dreesen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Audi Dome. „Keine Frage, unser FC Bayern steht heute sowohl sportlich als auch wirtschaftlich auf einem Fundament, wie wir es noch nie hatten.“

Insgesamt konnte der Umsatz des Konzerns FC Bayern München AG (konsolidiert FC Bayern München AG, Allianz Arena Stadion GmbH sowie alle weiteren Tochterunternehmen) im Vergleich zum Rekordvorjahr (432,8 Millionen Euro) um 22 Prozent gesteigert werden und durchbrach erstmals die 500-Millionen-Euro-Schallmauer. „Das ist selbst für uns ein Meilenstein“, sagte Karl-Heinz Rummenigge, „das ist eine Leistung, vor der ich großen, großen Respekt habe. Unser Verein gilt als Musterbeispiel für sportlichen Erfolg gepaart mit finanzieller Seriosität.“

Ebenfalls weiter verbessern konnte der Konzern folgende Kennzahlen: das operative Ergebnis (Ebitda, 98,7 Millionen Euro/Vorjahr: 95,6 Millionen Euro), der Gewinn vor Steuern (25,9 Millionen Euro/Vorjahr: 22,5 Millionen Euro) und der Gewinn nach Steuern (16,5 Millionen Euro/Vorjahr: 14,0 Millionen Euro). Letzterer ist der zweithöchste Ertrag in der 114-jährigen Geschichte des FC Bayern. Im 22. Jahr in Folge wirtschaftete der FC Bayern somit profitabel.

Allianz Arena abbezahlt

Ähnlich positiv gestaltet sich das Ergebnis der FC Bayern München AG. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr (393,9 Millionen Euro) auf 480,0 Millionen Euro. Fast verdoppelt hat sich das Eigenkapital der FC Bayern München AG und beläuft sich jetzt auf 405,0 Millionen Euro (286,8 Millionen Euro), was einer Steigerung von 41 Prozent entspricht. „Damit sind wir Weltspitze“, freute sich Dreesen, „und dazu noch die Nachricht, dass die Allianz Arena abbezahlt ist – und damit endgültig dem FC Bayern gehört! Die freie Liquidität werden wir einsetzen, um weiterhin der Konkurrenz im Europäischen Wettbewerb standhalten zu können.“

Ausschlaggebend für die Rekordzahlen seien vor allem die Bereiche Sponsoring und Merchandising, die ihre Erträge signifikant steigern konnten: Im Sponsoring kletterten die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 117,4 Millionen Euro, im Merchandising um 27 Prozent auf 105,2 Millionen Euro. Die im internationalen Vergleich geringen Einnahmen aus der TV-Vermarktung (54,9 Millionen Euro) könne man so ausgleichen, ja sogar mehr: „Wir können froh sein über unseren Wettbewerbsnachteil TV-Vermarktung“, meinte Dressen, „er hat uns gezwungen, frühzeitig auf andere Erlösquellen zu setzen. Wir sind nicht abhängig von einem einzelnen Geldgeber, sondern gründen uns auf verschiedenen Säulen: Sponsoring, Merchandising, dem erfolgreichen Spielbetrieb.“

'Eiserne Maxime' gilt weiter

Auch auf den „moderaten“ Anstieg bei den Personalkosten auf nun 215 Millionen Euro ging der FCB-Finanzvorstand ein. Man müsse diesen immer im Verhältnis zum Umsatz sehen. Und da zeigt sich: Die Personalkostenquote (44,8 Prozent) war im zurückliegenden Geschäftsjahr so niedrig wie nie in den letzten zehn Jahren. „Während wir den Umsatz verdreifacht haben, haben wir unseren Personalaufwand verdoppelt“, veranschaulichte Dreesen und fügte hinzu: „Wir sind nicht unterwegs, um unseren Gewinn zu maximieren. Wir wollen den maximalen sportlichen Erfolg! Dafür müssen wir in die Qualität des Kaders investieren.“

Dabei werde der FC Bayern aber nie seine „eiserne Maxime, nicht mehr auszugeben als einzunehmen“, vergessen. „Das galt in der Vergangenheit und wir auch in der Zukunft gelten“, betonte Dreesen. Auf dieser Grundlage konnte der FCB-Vorstand schon jetzt mitteilen, „dass wir positiv gestimmt sind, auch in diesem Geschäftsjahr wieder ein positives Ergebnis zu präsentieren.“

Übrigens können auch die Aktionäre der FC Bayern München AG mehr als zufrieden sein mit dem zurückliegenden Geschäftsjahr. „Die AG gibt eine Rekorddividende in Höhe von 8,625 Mio. Euro (30 Cent pro Aktie) aus“, berichtete Dreesen. Das bedeutet, dass sich der FC Bayern München eV als Hauptanteilseigner der AG über 6,75 Mio. Euro freuen kann.

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