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Präsident im Geburtstags-Interview

Hopfner: 'Unglaublich, was hier entstanden ist'

115 Jahre FC Bayern! Zum Geburtstag des deutschen Rekordmeisters sprach Präsident Karl Hopfner mit dem Bayern Magazin über die ungebrochene Anziehungskraft des Klubs und die anstehenden Aufgaben.

Das Geburtstagsinterview mit Karl Hopfner:

Herr Hopfner, wissen Sie, was der Zeppelin, der Tonfilm und der FC Bayern gemeinsam haben?
Hopfner:
„Gute Frage (lacht). Aber da ja nun der Geburtstag des FC Bayern bevorsteht, würde ich tippen, dass sie alle im Jahr 1900 gegründet beziehungsweise entstanden sind.“

In der Tat. Während man beim Zeppelin aber an längst vergangene Zeiten denkt, wirkt der FC Bayern so lebendig wie nie in seiner 115-jährigen Geschichte, oder?
Hopfner:
„Das kann man nur unterstreichen. Der FC Bayern ist ein durch und durch moderner Verein und wirkt trotz des gleichen Alters doch wesentlich jugendlicher und frischer als ein Zeppelin. Der Tonfilm hat sich dafür in den letzten 115 Jahren auch ein bisserl weiterentwickelt (lacht).“

Die ersten Präsidenten des FC Bayern waren ein Preuße aus Berlin, Franz John, und ein Niederländer, Willem Hesselink. Wie sagen Sie als gebürtiger Münchner eigentlich dazu?
Hopfner:
„Ich glaube, der Geburtsort ist nicht der ausschlaggebende Punkt für eine Präsidentschaft. Aber es gab ja auch genügend große Präsidenten, die aus München stammten, wenn ich alleine an die beiden Ehrenpräsidenten Kurt Landauer und Franz Beckenbauer denke.“

Was wünschen Sie sich als Präsident zum Geburtstag unseres Klubs?
Hopfner:
„Zunächst einmal Gesundheit für alle unsere Mitglieder und Fans. Denn sie bilden das Fundament, auf dem der FC Bayern steht. Sportlich wünsche ich mir – gerade, weil das Spiel ja auf den Geburtstag fällt – einen Heimsieg in der Bundesliga gegen den 1. FC Köln und dann Anfang März den Einzug in das Viertelfinale der Champions League.“

Seit vergangenem Herbst ist der FC Bayern mit über 250.000 Mitgliedern der größte Verein der Welt. Was bedeutet das für Sie?
Hopfner:
„Mittlerweile haben wir schon weit über 255.000 Mitglieder. Umso mehr erfüllt es mich mit Stolz, dass die Zahl immer weiter ansteigt. Unsere Posteingänge sind voll mit Mitgliedsanträgen, die Nachfrage ist ungebrochen.“

Gibt es eine Mitglieder-Zahl, ab welcher der administrative Aufwand nicht mehr seriös zu leisten wäre?
Hopfner:
„Nein, überhaupt nicht. Das ist alles eine Frage der Manpower, und die erfüllt der FC Bayern als größter Verein der Welt wirklich gerne. Es wird bei uns niemals daran scheitern, dass eine Anfrage nicht bearbeitet werden kann. Der FC Bayern freut sich weiterhin über jedes neue Mitglied.“

Sie selbst haben maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des FC Bayern und sind seit über 30 Jahren für den Klub tätig. Kneifen Sie sich eigentlich manchmal selbst, wenn Sie an die Säbener Straße fahren und dann an Ihre Anfänge im Jahr 1983 denken?
Hopfner:
„Es ist schon beeindruckend, was hier geschehen ist. Als ich beim FC Bayern begonnen habe, hatte der Klub zwar die glorreichen 1970er Jahre hinter sich und war ein sehr erfolgreicher Fußballverein. Aber die kommerzielle Entwicklung hat dann erst einige Jahre später eingesetzt. Was hier an der Säbener Straße nur durch eigene Mittel entstanden ist – ohne Kredite, Darlehen oder Hypotheken – ist eine unglaubliche Leistung.“

Was sind die nächsten Aufgaben für eine erfolgreiche Zukunft des FC Bayern?
Hopfner:
„Der nächste große Schritt ist, dass wir das Nachwuchsleistungszentrum an der Ingolstädter Straße im Norden Münchens vorantreiben. Wir sind fleißig bei der Arbeit. Es gibt die ersten großen Entwürfe und auch die nötigen Genehmigungen der Stadt München. In den nächsten Jahren soll dort ein Nachwuchszentrum entstehen, das den mordernsten Ansprüchen entspricht und zudem dafür sorgt, dass auch in Zukunft Spieler aus der eigenen Jugend in der Profimannschaft des FC Bayern eine tragende Rolle spielen. Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen können.“

Im Sommer gibt es ein weiteres Jubiläum zu feiern: 10 Jahre Allianz Arena. Wird auch dies gebührend gefeiert beim FC Bayern?
Hopfner:
„Davon gehe ich aus. Denn die Allianz Arena ist eine Erfolgsstory, die ihresgleichen sucht. Seit zehn Jahren sind wir immer ausverkauft. Dazu ist die Arena mittlerweile komplett abbezahlt und im Besitz des Klubs – besser geht es nicht.“

Und was erhalten Franz Beckenbauer (70) und Karl-Heinz Rummenigge (60) im September zu ihren runden Geburtstagen?
Hopfner:
(lacht) „Wenn wir das jetzt, ein halbes Jahr vorher, schon verkünden würden, dann wäre ja die Überraschung dahin. Aber eines kann ich verraten: Wenn zwei solche Persönlichkeiten wie Franz Beckenbauer und Karl-Heinz Rummenigge ihren runden Geburtstag begehen, dann ist das für den ganzen FC Bayern ein Grund zu feiern. Und das werden wir auch tun.“

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