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Unbezwingbar

Rückblick: Neuers 'Sahnetag' in Porto

Sie haben alles versucht. Mit Schüssen. Mit Kopfbällen. Mit Direktabnahmen im Fünfmeterraum. Mit Eins-gegen-eins-Situationen. Doch an jenem Abend war Manuel Neuer einfach nicht zu bezwingen. Immer wieder brachte der heutige FCB-Keeper eine Hand oder eine Fußspitze dazwischen, im entscheidenden Elfmeterschießen parierte er zwei Bälle. So sicherte Neuer dem FC Schalke 04 am 5. März 2008 den Einzug ins Champions-League-Viertelfinale. Beim FC Porto, wohin der inzwischen 29-Jährige am Mittwochabend mit dem FC Bayern zurückkehrt.

„Ich habe schon gute Erfahrungen mit Porto gemacht“, dachte der Weltmeister schmunzelnd an seine Sternstunde vor sieben Jahren zurück. „Damals war ich noch ein sehr junger Torwart. Es war meine erste Champions-League-Saison. Zum Glück hatte ich einen Sahnetag, wo alles funktioniert hat“, erzählte Neuer, „danach sind wir dann leider an Pep Guardiola und dem FC Barcelona gescheitert.“

Vorfreude aufs Drachenstadion

Beim Wiedersehen mit dem FC Porto im diesjährigen CL-Viertelfinal ziehen Neuer und Guardiola am selben Strang. Der Welttorhüter ist einer der Erfolgsgaranten im Team des FCB-Cheftrainers und soll am Mittwoch - falls nötig - Portos Angreifer wieder zur Verzweiflung bringen. „Wir brauchen ihn in Topform“, betonte Matthias Sammer.

Seine herausragenden Qualitäten hat der einstige Porto-Schreck erst kürzlich beim Pokalspiel in Leverkusen mit einem gehaltenen Elfmeter einmal mehr unter Beweis gestellt. Für alle beim FC Bayern sei es ein gutes Gefühl zu wissen, „dass wir einen in der Kiste haben, der nicht nur im Spiel, sondern auch vom Elfmeterpunkt außergewöhnlich ist“, meinte Sammer.

Zur Einstimmung auf das Champions-League-Duell mit Porto werde er sich seine Paraden von 2008 nicht extra noch einmal ansehen, erzählte Neuer. Aber er freut sich auf die Rückkehr ins Estádio do Dragão. „Die Stimmung ist sehr heiß“, weiß der Nationaltorhüter, der sein erstes Spiel im Drachenstadion selbst zu den besten Leistungen seiner Karriere zählt. „Er hat da Schalke 04 praktisch im Alleingang gerettet“, meinte Karl-Heinz Rummenigge und merkte noch an: „Deshalb unter anderem haben wir ihn ja gekauft.“

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